Aurubis
Große Investition am Standort Beerse in Belgien

29.07.2021 Das Recyclingunternehmen Aurubis hat den Bau einer neuen Recyclinganlage am Standort Beerse in Belgien bekannt gegeben. Mit der hydrometallurgischen Anlage stärkt das Unternehmen sein Kerngeschäft und geht den nächsten Schritt auf dem Weg zu einem effizienten und integrierten Hüttennetzwerk.

© Foto: Aurubis

In der ASPA-Anlage werden zukünftig Anodenschlämme, ein wertvolles Zwischenprodukt der Kupferelektrolyse, aus den Recyclingstandorten in Beerse und Lünen (Deutschland) verarbeitet. Mit dem neuen Verfahren können so mehr Edelmetalle, wie Gold und Silber, aber auch Zinn in noch kürzerer Zeit aus dem Anodenschlamm ausgebracht werden.

Als weiterer leistungsstarker Standort für Metallrecycling im Aurubis-Hüttennetzwerk verarbeitet das Werk in Beerse jährlich rund 250.000 Tonnen multimetallische Schrotte – von komplexesten Industriereststoffen bis hin zu höherwertigen Schrottsorten – und produziert daraus Metalle, Metallprodukte und Mineralstoffe. Seit der Übernahme der Metallo Group 2020 baut Aurubis seine Rolle als weltweit führender Kupferrecycler weiter aus und verarbeitet nun insgesamt im Unternehmen rund eine Million Tonnen Recyclingstoffe pro Jahr.

Stärkung des Standorts Beerse

Mit dem Projekt investiert Aurubis 27 Millionen Euro in Beerse. "Mit ASPA stärken und sichern wir den Standort. Wir schaffen neue Arbeitsplätze und erhöhen die Bedeutung des Werks für den gesamten Konzern", erklärte Arnold. „Die zentrale geografische Lage zwischen den beteiligten Aurubis-Standorten ermöglicht es uns, die Transportwege der Zwischenprodukte kurz zu halten."

Metallrecycling wird immer komplexer. Die Anzahl der Metalle – zum Beispiel in ausrangierten elektronischen Konsumgütern wie Smartphones oder Laptops – ist stark gestiegen, und auch das Produktdesign der Geräte wird immer vielschichtiger. Metalle aus dem End-of-Life-Pool auf nachhaltige Weise zu verwerten, erfordert deshalb besondere Recycling-Fähigkeiten und Investitionen in Forschung und Entwicklung. „ASPA hebt Metallrecycling auf das nächste Level. Wir kombinieren Effizienz und Geschwindigkeit, um noch mehr herauszuholen. Dahinter steht ein komplexer Prozess. Aber die Wiederaufbereitung möglichst vieler Komponenten und die Nutzung des Potentials von ‚Urban Mining‘– das heißt die Nutzung der Stadt als Rohstofflager – im Bereich Metallschrott ist entscheidend, um den Abfallkreislauf zu schließen und die erhöhte Nachfrage nach Metallen ressourcenschonend zu bedienen“, ergänzte Arnold.

Projekt ASPA: Kreislaufwirtschaft auf höchstem Niveau

Die Entwicklung dieser neuen hochmodernen Recyclinganlage beweist die Innovationskraft von Aurubis sowie das Streben nach einem unabhängigen Produktionskreislauf. „Wir haben mehr als drei Jahre lang an der Perfektionierung des ASPA-Prozesses gearbeitet", so Dirk Vandenberghe, Managing Director in Beerse. „Dies ist ein besonderes und sehr wichtiges Projekt für uns. Denn wir gewinnen damit mehr wertvolle Metalle aus dem gleichen Zwischenprodukt und das Ganze auch noch schneller als bisher." Der neu entwickelte hydrometallurgische Prozess erhöht die Verwertung von wertvollen Metallen wie Zinn und Edelmetallen deutlich. „Es gibt mehr Metalle, die wiederverwendet werden können. Das ist für uns Kreislaufwirtschaft auf höchstem Niveau", so Vandenberghe.

Die Detailplanung und die Genehmigungsverfahren für ASPA laufen derzeit. Der Baubeginn für die Anlage ist für das zweite Quartal 2022 und die Inbetriebnahme für Anfang 2024 geplant.

www.aurubis.com

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