DUH
Generelles Verbot von Biokunststoffen im Bioabfall gefordert

04.03.2021 Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert den Entwurf zur Novelle der Bioabfallverordnung als ungeeignet, um das größer werdende Problem von Plastikmüll und anderen Störstoffen im Bioabfall zu lösen.

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Anstatt das Problem bereits zu Beginn bei der Sammlung zu lösen, setzt das Bundesumweltministerium in seinem Gesetzesentwurf hauptsächlich am Ende bei den Abfallbehandlern an. Kostengünstiger, schneller umsetzbar und besser für die Qualität des Kompostes wäre laut DUH eine konsequente Verringerung von Fehlwürfen in der Biotonne. Eine konsequente Bioabfallsammlung schützt das Klima und könnte deutschlandweit etwa 740.000 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.

Die DUH fordert für die Novelle der Bioabfallverordnung ein Maßnahmenbündel entlang der gesamten Prozesskette. Neben einem Eintragsverbot von Biokunststoff in die Bioabfallsammlung, müsse die Aufklärung von Verbrauchern und Gewerbetreibenden verbessert und Nachweispflichten für Abfallbehandler verschärft werden. Außerdem müssen laut DUH Kontrollen durch Behörden und Kommunen intensiviert sowie Abfallerzeuger bei zu viel Fremdstoffen in der Biotonne sanktioniert werden.

Bei wiederholt auftretenden Überschreitungen von Fremdstoffgehalten im Bioabfall fordert die DUH Maßnahmen zuständiger Behörden, welche auch die Erfasser und öffentlich-rechtlichen Entsorger einschließen. Als geeignete Instrumente sollten Nachsortiergebühren erhoben oder die Abholung der Biotonnen ausgesetzt werden.

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