Destatis
Mehr Verpackungsmüll pro Kopf eingesammelt als im Vorjahr

22.03.2021 Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg das gesamte Aufkommen an Verpackungsmüll, der vorwiegend in der gelben Tonne, Glas- oder Papiercontainern getrennt vom Restmüll gesammelt wird, um knapp 0,3 Mio.t auf 5,9 Mio. t im Jahr 2019 an.

© Foto: Destatis

Im Jahr 2019 wurden bei den privaten Endverbraucherinnen und -verbrauchern in Deutschland pro Kopf 72 kg Verpackungsmüll eingesammelt. Das waren pro Person durchschnittlich 4 kg mehr als im Jahr 2018. Mit 32 kg pro Person (insgesamt 2,6 Mio. t) hatten die sogenannten Leichtverpackungen den größten Anteil am eingesammelten Verpackungsmüll der privaten Haushalte. Leichtverpackungen sind überwiegend Verpackungen aus Kunststoffen, Leichtmetallen wie Aluminium oder Weißblech und Verbundmaterialien. Danach folgten die Glasverpackungen mit 23 kg je Einwohnerin und Einwohner (1,9 Mio. t) und die Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton mit 17 kg pro Kopf (1,4 Mio. t).

Knapp drei Viertel der abgegebenen Verpackungen recycelt

Insgesamt wurden im Jahr 2019 nach der Sortierung 5,6 Mio. t der gebrauchten Verkaufsverpackungen an Abfallbehandlungsanlagen oder Verwerterbetriebe abgegeben. Davon konnten fast drei Viertel (74 % beziehungsweise 4,2 Mio. t) recycelt werden. Bei diesem werkstofflichen Verwertungsverfahren bleibt das Ausgangsmaterial des Abfalls erhalten, seine chemische Struktur wird also nicht verändert. 16 % der Verpackungsabfälle (0,9 Mio. t) wurden energetisch verwertet, etwa in Feuerungsanlagen. Die Abweichung zwischen der eingesammelten und der abgegebenen Menge kommt zum Beispiel durch Lagermengen an Umschlag- und Sortieranlagen sowie Sortierverluste zustande. Die hierbei entstandenen Mengen werden statistisch nicht ausgewertet und somit nicht dargestellt.

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