FES
Digitalisierung der Entsorgung

22.02.2021 Digitalisierungsprozesse in der Entsorgung, die Einführung des Mehrwegsystems #MainBecher sowie die Ende 2019 gestartete Wiederverwendungsoffensive für Elektrogeräte sind die wichtigsten Themen des neuen Nachhaltigkeitsberichts der FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH.

E-Ladestation für Poolfahrzeuge in der FES-Unternehmenszentrale.
© Foto: FES
E-Ladestation für Poolfahrzeuge in der FES-Unternehmenszentrale.

Rosemarie Heilig, Frankfurts Umweltdezernentin und Aufsichtsratsvorsitzende von FES: „Anpacken, Neues und Ungewohntes wagen, den Umweltschutz ernst nehmen – unsere FES beweist nachdrücklich ihre zukunftsgewandte Haltung. Mehr E-Mobilität bei unseren Fahrzeugen, ein sorgsamerer Umgang mit Ressourcen.  Mit unserem privaten Partner Remondis haben wir vergangenen Sommer entschieden, diese Haltung für weitere 20 Jahre zum Geschäftsprinzip zu erheben. Damit haben wir auch FES nachhaltig für die Zukunft gesichert. Das ist aus meiner Sicht auch ein wesentlicher Garant auf unserem gerade beschlossenen Kurs hin zu einer Zero Waste City.“

Bei der Digitalisierung der Entsorgung profitieren die Bürgerinnen und Bürger sowie Kundinnen und Kunden durch die Ausstattung ihrer Mülltonnen mit Transpondern. Nach erfolgreichem Pilotversuch in Bergen-Enkheim sind inzwischen nahezu alle 315.000 Mülltonnen in allen Stadtteilen ausgestattet. Sie werden bei jeder Leerung am Fahrzeug gescannt, der Vorgang wird mit Datum und Uhrzeit elektronisch gespeichert. Zum einen wird die Dienstleistung auf diese Weise transparenter. Die Bürgerinnen und Bürger erhalten schneller Auskunft. Zum anderen kann FES effizienter planen, was Wegekosten und Emissionen reduzieren hilft und zur Gebührenstabilität beiträgt.

Vielversprechend verlaufen derzeit die digitalen Füllstandsmessungen in 40 Glasmüllcontainern. Für die Zukunft stehen die Zeichen auf eine optimale, weil bedarfsgestützte Tourenplanung. Mit derselben Technik experimentiert derzeit auch die Stadtreinigung in den neuen 120-Liter-Papierkörben. Die Reinigung der Straßen und Plätze der Großstadt wird dank digitaler Dokumentation zu einem immer transparenteren Prozess.

Recycling-Pilotprojekt

In Punkto Wiederverwendung und Recycling ist das 2019 begonnene Pilotprojekt der Wöchentlichen Biosammlung zu nennen, mit dem die Sammelquote in Frankfurt nachhaltig gesteigert werden soll. Ende März 2021 geht der Versuch von FES und Umweltamt in den nördlichen und westlichen Stadtteilen Frankfurts in seine dritte Runde.

Besonders erfolgreich war im September 2019 die Einführung des #MainBecher und dem damit verbundenen Mehrweg-Pfandsystem. Beides war als Antwort auf den seit Jahren steigenden To-Go-Abfall aus Pappe und Kunststoff, insbesondere Kaffee-To-Go-Becher, konzipiert worden. In gerade vier Monaten waren bereits 79 Partnerbetriebe für den #MainBecher gewonnen. Seit Beginn der Corona-Pandemie und des starken Anstiegs von To-Go-Abfall hat sich die Sinnhaftigkeit des Projekts noch einmal deutlich gezeigt. Heute sind über 35.000 Becher im Umlauf, über 140 Partnerbetriebe sind ans System angeschlossen, darunter auch schon erste Gastronomen außerhalb der Stadtgrenzen.

Wichtig ist auch die 2019 mit der GWR Gesellschaft für Wiederverwendung und Recycling gestartete Initiative zur Anhebung der Wiederverwendungsquote bei Elektroaltgeräten. Ein erster Meilenstein war der Start von GWR-Wertstofflotsen auf dem Wertstoffhof Ost in Bornheim. Für dieses Frühjahr ist der Launch eines eBay-ähnlichen Online-Portals („reYOUrs“) geplant, über das abgegebene Geräte wieder in Verkehr gebracht werden sollen.

Vorangetrieben wird auch die Nachrüstung mit Abbiegeassistenten im Fuhrpark, eine Investition in die Verkehrssicherheit der FES-Nutzfahrzeuge. Ein Großteil der Lastwagen über zwölf Tonnen ist inzwischen ausgestattet. Auch der Ausbau der E-Mobilität, die durch die Bewilligung der 2,5 Millionen-Förderung des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur im Nutzfahrzeugbereich einen enormen Schub erfahren hat, schreitet voran.

www.fes-frankfurt.de

stats