Getränkekartons
Ein Schaum für Öko-Träume

26.10.2021 Die Rezorce-Kreislaufverpackung von Zotefoams für Getränkekartons besteht aus vollständig recycelbarem Monomaterial, dessen Barriere-Eigenschaften alle Standards der Lebensmittelindustrie erfüllen beziehungsweise übertreffen.

Aus Mehrschicht wird ein Mono-Material: Geschäumte Getränkekartons.
© Foto: Zotefoams
Aus Mehrschicht wird ein Mono-Material: Geschäumte Getränkekartons.

Die Verpackung – haptisch den bekannten Getränkekartons entsprechend - positioniert sich mit ökologischen Vorteilen als Wettbewerb zu den üblichen Getränkekartons, weil es einerseits aus lebensmitteltauglichen Materialien der Abfallströme produziert werden kann und andererseits selbst zur stofflichen Verwertung zur Verfügung steht.

Bei einer unabhängigen Lebenszyklusanalyse wurde ein Vergleich angestellt zwischen drei Arten von Rezorce-Verpackungen mit jeweils unterschiedlichen Anteilen an recyceltem Polyethylen (HDPE) einerseits und herkömmlichen Multimaterial-Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel andererseits.

Verglichen mit herkömmlichen Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel sei der Energieverbrauch beim Herstellen, Abfüllen und Transportieren von Rezorce-Kartons 5-mal geringer. Für die Produktion von Rezorce werde 11-mal weniger Wasser benötigt, und das Treibhauspotenzial sei – Recycling vorausgesetzt – um 50 % geringer.

Rezorce basiere auf einem mikrozellularen Schäumverfahren. Schaumstoffschichten wechseln sich mit festen Schichten ab, sodass optimale Barriereeigenschaften entstehen. Die Verpackung sei aus den Abfallströmen heraus recycelbar und könne außerdem (sofern lebensmitteltaugliches recyceltes Polymer zur Verfügung steht) aus bis zu 100 % recycelten Bestandteilen produziert werden.

Systemanbieter Zotefoams hatte bei The LCA Centre eine Lebenszyklusanalyse in Auftrag gegeben: Die Umweltauswirkungen von Rezorce sollten mit den Umweltauswirkungen der derzeit auf dem Markt befindlichen Multimaterial-Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel verglichen werden. Drei Arten von Rezorce-Kartonverpackungen aus aufgeschäumtem hochdichtem Polyethylen (mit einem Recyclinganteil von 12,5 %, 25 % beziehungsweise 50 %) wurden evaluiert, außerdem eine Kartonverpackung für flüssige Nahrungsmittel mit Schichten aus Pappe (72,5 %), Polyethylen (24 %) und Aluminiumfolie (3,5 %). Die Kartonverpackungen boten jeweils Kapazität für 1 Liter Apfelsaft.

Schlüsselelemente für die Lebenszyklusanalyse waren das Treibhauspotenzial (in kgCO2-eq, Kohlendioxid-Äquivalent), der Wasserverbrauch (in m3) und der kumulierte Energieaufwand (in MJ-eq, Megajoule-Äquivalent) bei vier verschiedenen Szenarien von der Wiege bis zum Werkstor (cradle-to-gate) sowie in der letzten Phase des Lebenszyklus (mit Müllverbrennung, Recycling oder einer Mischung daraus). Die Ergebnisse waren: Rezorce hat ausgenommen in dem Szenario mit Verbrennung beider Verpackungen immer ein geringeres Treibhauspotenzial.

Die Lebenszyklusanalyse kann hier abgerufen werden.

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