Industrielle Abfallzertifizierung
Mit dem TÜV zu Gold und Silber

30.03.2022 Der TÜV Süd bietet mit der DIN SPEC 91436-Zertifizierung ab sofort ein neues Referenzmodell für das betriebliche Abfall- und Wertstoffmanagement für privatwirtschaftliche Unternehmen, öffentliche Einrichtungen, Städte, Gemeinden, Vereine, Stiftungen und andere Organisationen an.

Der TÜV Süd vergoldet oder versilbert jetzt betriebliches Abfallmanagement.
© Foto: Imago
Der TÜV Süd vergoldet oder versilbert jetzt betriebliches Abfallmanagement.

Ziel des nachhaltigen Abfallmanagements gemäß der DIN SPEC 91436 ist es, Reststoffe zu minimieren, nicht vermeidbare Abfälle bestmöglich zu verwerten und den Reifegrad des Abfall- und Wertstoffmanagements zu messen.

Die neue Industrienorm geht in ihrem Umfang über das gesetzliche Mindestmaß hinaus und verfolgt mit Blick auf das Thema Nachhaltigkeit einen ganzheitlichen Ansatz, um die Restabfallquote kontinuierlich zu reduzieren.

Erarbeitet wurde die Norm von einem Konsortium von Vertretern aus NGOs, Wissenschaft und Wirtschaft, an dem sich auch TÜV SÜD Management Service beteiligte. Die Vorteile einer DIN SPEC 91436 Zertifizierung Mit einer Zertifizierung nach DIN SPEC 91436 weisen Organisationen nach, dass sie verantwortungsbewusst mit Abfall und Wertstoffen umgehen. Durch Recycling, Wiederverwendung, Reparatur und kurze Transportwege werden vorhandene Ressourcen optimal genutzt und Kosten gesenkt.

Auch das Risiko einer Belastung lokaler Böden, des Grundwassers und der Luft wird dadurch minimiert.

Wird eine DIN SPEC 91436-Zertifizierung angestrebt, beleuchten unabhängige und qualifizierte TÜV Süd-Expert:innen im Rahmen eines Audits vor Ort, inwiefern die definierten Anforderungen und Kriterien an das nachhaltige Abfallmanagement eingehalten werden. Hierfür sprechen sie mit der Unternehmensführung, den für das Abfall- und Wertstoffmanagement verantwortlichen Mitarbeitenden sowie weiteren Angestellten diverser Arbeitsbereiche. Aus den Ergebnissen lassen sich dann der Reifegrad und das entsprechende Zertifikat ableiten:

• Reifegrad Gold: mindestens 95 Prozent Vermeidung, Wiederverwendung, Recycling, Kompostierung oder Vergärung der relativen Gesamtabfallmenge

• Reifegrad Silber: mindestens 90 Prozent Vermeidung, Wiederverwendung, Recycling, Kompostierung oder Vergärung der relativen Gesamtabfallmenge

• Reifegrad Bronze: mindestens 85 Prozent Vermeidung, Wiederverwendung, Recycling, Kompostierung oder Vergärung der relativen Gesamtabfallmenge

Außerdem prüfen die Auditor:innen notwendige, einschlägige Unterlagen wie etwa die Verpflichtungserklärung zur DIN SPEC 91436, Abfallvermeidungspläne, Abfallbilanzen, Entsorgungsnachweise oder Schulungsnachweise. Nach einem erfolgreichen, freiwilligen Audit erhält das Unternehmen ein Zertifikat und die Nutzungserlaubnis für das Prüfzeichen. Um die Zertifizierung aufrechtzuerhalten, sind weitere, jährliche Prüfungen mit jeweils positivem Ergebnis notwendig. Umweltschutz zu fördern.

 

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