Knettenbrech + Gurdulic
Recycler durchbricht die 300 Mio.-Marke

24.05.2022 Die Unternehmensgruppe Knettenbrech + Gurdulic übertraf erstmals die Umsatzmarke von 300 Mio. EUR. Der Wiesbadener Recyclingspezialist beschäftigt zwischenzeitlich an über 30 Standorten mehr als 2.000 Mitarbeiter und zählt damit zu den großen Arbeitgebern in der Rhein-Main-Region.

Soll etwa 200.000 t Abfall thermisch verwerten: MVA Wiesbaden.
© Foto: Gurdulic + Knettenbrech
Soll etwa 200.000 t Abfall thermisch verwerten: MVA Wiesbaden.

Den Umsatzsprung konnte Knettenbrech + Gurdulic bundesweit durch Betriebsübernahmen, den Aufbau neuer Betriebsstätten wie z.B. in München, Karlsruhe und Duisburg, neuen kommunalen Entsorgungsaufträgen als auch durch ein starkes Neukundengeschäft mit gewerblichen Kunden realisieren.

Trotz der aktuell schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen gelang es den Wiesbadenern nach eigenen Angaben, das Wachstum auch im ersten Quartal 2022 fortzusetzen. So verläuft der Bau der eigenen Müllverbrennungsanlage (MVA) mit den Partnern ESWE Versorgung und Entega sowie eines zusätzlichen Verwaltungsgebäudes mit modernem Schulungszentrum am Standort Wiesbaden im Zeitplan, berichtet der Holding-Geschäftsführer Bertram Scholtes. Die Anlage wird knapp 200.000 Haus- und Gewerbemüll mit eine Kraftwärmekopplung verfeuern

„Wir freuen uns, zukünftig alle Weiterbildungen und Mitarbeiterschulungen Inhouse abbilden zu können“, so Scholtes weiter. Die operative Wertschöpfungskette wird durch die eigene MVA komplettiert, die künftig einen wichtigen strategischen Baustein in der Energieversorgung des Landeshauptstadt Wiesbaden einnehmen wird. Die neue Anlage stellt zusammen mit dem bestehenden Biomasseheizkraftwerk maßgeblich die Fernwärmeversorgung Wiesbadens sicher. Knettenbrech + Gurdulic möchte mit dem Großprojekt der Landeshauptstadt Wiesbaden ein Stück Energie-Autarkie ermöglichen kann.

„Die Recycling – Branche ist Teil der Lösung, schnell und konsequent dem Ziel der Energiewende und Rohstoff- und Energieautarkie näherzukommen“, ergänzt Pressesprecherin Nadine Kuhnigk. Aktuell werde auch hinaus geprüft, in Kombination mit der Müllverbrennungsanlage Wasserstoff zu produzieren, um den Eigenbedarf für die LKW – Flotte sowie Kundenanfragen bedienen zu können.

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