Kompostierbare Verpackungen
Initiative Kreislaufverpackung sieht ungenutztes Potenzial

17.05.2021 Allein in Deutschland werden jährlich 18,7 Millionen Tonnen Verpackungsmüll produziert. Den damit verbundenen Problemen für die Umwelt haben die Unternehmen Denttabs, Rapunzel, Naturkost, Samova, Sonnentor und The Nu Company den Kampf angesagt und engagieren sich für kompostierbare Verpackungen.

© Foto: EUBP

Die in der Initiative aktiven Unternehmen verwenden zertifiziert kompostierbare Verpackungsmaterialien, die für die industrielle Kompostierung entworfen wurden. Nach Angaben der Initiative komme es aber in der Realität oft gar nicht dazu, da der einzige Weg dorthin die Biotonne sei, die aber laut Gesetz für Verpackungen aller Art tabu sei.

Seit Frühjahr 2020 bündeln sie deshalb in der Initiative Kreislaufverpackung ihre Kräfte, um besonders für die Kompostierung von dafür zertifizierten Verpackungen nachhaltigere Wege zu ebnen. Es handelt sich dabei um die erste Unternehmensinitiative zu kompostierbaren Verpackungen in Deutschland. Alle Mitglieder der Initiative glauben an deren Bedeutsamkeit in puncto Nachhaltigkeit —zum Beispiel, weil diese Verpackungsart strengen Schwermetallgrenzen unterliegt und ihre Inhaltsstoffe für das Pflanzenwachstum unbedenklich sind. Doch obwohl kompostierbare Verpackungen seit über zwanzig Jahren im Verkehr sind, wird bis heute nicht ihr volles ökologisches Potenzial ausgeschöpft. Das will die Initiative ändern.

Fast ein Jahr lang hat die Initiative Kreislaufverpackung Gespräche mit Entsorgungsunternehmen, Herstellern, Inverkehrbringern sowie Materialexperten geführt und Wissen über die Entsorgung von Biofolien und Co. gesammelt. Die gewonnenen Erkenntnisse veröffentlicht die Initiative nun in dem frei verfügbaren Bericht „Entsorgung kompostierbarer Verpackungen in Deutschland – Betrachtung der verschiedenen Entsorgungswege“. Zusätzlich stützt eine Literaturrecherche die Erkenntnisse und es werden mögliche Lösungsansätze präsentiert.

Den Bericht finden Sie hier.


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