Partitalia
RFID-Technologie und Blockchain für PAYT-Müllsammlung

13.12.2019 Partitalia srl, ein italienisches Unternehmen, das seit 2001 im IKT-Sektor tätig ist, produziert und vertreibt Smart Cards, Tags und RFID-Lesegeräte in ganz Europa.

Fabio Adezio (links) und Paolo Perego auf der Ecomondo.
© Foto: Partitalia
Fabio Adezio (links) und Paolo Perego auf der Ecomondo.

Auf der Ecomondo, der Kreislaufwirtschaftsmesse in Rimini, wurde der Fall Miglianico, eine Stadt im Bezirk Chieti und die erste der Welt, die Blockchain für die Abfallwirtschaft einsetzt, während der Sitzung "Blockchain und tragbares RFID-Gerät für die zertifizierte Verwaltung der PAYT-Abfallsammlung" vorgestellt. An dem Vortrag nahmen auch Marco Di Marco, Vorsitzender des Meditchain-Konsortiums, und Paolo Perego, Forscher an der Polytechnischen Universität Mailand, teil.

Die ersten Tage

Zwischen 2015 und 2016 beschloss die Stadt, das europäische "Verursacherprinzip" umzusetzen, um vorbildlichen Bürgern das Sparen zu ermöglichen und weniger vorbildliche Bürger ihren gerechten Anteil zahlen zu lassen. In dieser Zeit wandte sich die Stadt an Partitalia. Die Stadtverwaltung begann mit der Organisation des Projekts, es wurden Informations- und Kommunikationskampagnen zur Förderung der Abfallsammlung gestartet, und gleichzeitig erhielten die Bürger von Miglianico spezielle Behälter, auf denen RFID-Tags angebracht wurden, die für das Scannen durch das Armband "Discovery Mobile" während des Sammelns vorgesehen waren.

Ein wichtiger Schritt, von dem Fabio Adezio, Bürgermeister von Miglianico, berichtet: "Als wir uns 2016 für die PAYT-Abfallsammlung entschieden haben, haben wir uns entschlossen, alle Arten von Abfällen zu messen, nicht nur – wie oft der Fall – die organischen und unsortierten Abfälle, denn wir waren der Meinung, dass die beste Lösung darin bestand, die Müllsammlung vollständig zu verwalten und zu kontrollieren. Wenn ein Bürger mir nur trockenen oder unsortierten Abfall gibt, bedeutet das, dass er seinen Abfall nicht richtig sammelt, und mit unserer Art der Kontrolle können wir dies sehen und jedes anomale Verhalten melden."

Der wirtschaftliche Nutzen für die Stadt

Miglianico hat 4.900 Einwohner und die Quote der getrennten Abfallsammlung liegt bei fast 85 %, was die Gesamtkosten der Abfallsammlung von rund 900.000 Euro auf rund 660.000 Euro reduziert. Bei der Auslieferung der Container für 2.200 Tari-Nutzer wurde eine Gesamtsteuerhinterziehung von 100.000 Euro aufgedeckt, was, geteilt durch fünf Jahre, eine Rückforderung von 20.000 Euro pro Jahr bedeutet. Darüber hinaus ermöglichte die Einführung der PAYT-Abfallsammlung in Miglianico vorbildlichen Bürgern, 21 % zu sparen. Um sie zu belohnen, erhielt jeder Bürger einen Wassergutschein, der es ihm ermöglicht, jeden Tag einen Liter Wasser für den Rest seines Lebens kostenlos zu entnehmen. Diese Initiative trägt auch dazu bei, die Menge an Kunststoffabfällen zu reduzieren.

Blockchain für die Abfallsammlung

Zusätzlich wurde beschlossen, Blockchain einzusetzen. Der Bürgermeister fügt hinzu: "Wir registrieren Abfallsammlungstransaktionen mit einem zertifizierten und beglaubigten Instrument und übermitteln diese Informationen. Wir sind überzeugt, dass die Transaktionen, die wir in unsere Systeme übertragen, sicher sind, und damit können die Bürger darauf vertrauen, dass es sich immer um ihre eigenen Abfälle handelt. Der nächste Schritt, den wir in naher Zukunft unternehmen werden, besteht darin, die Bürger über ihre Mülleinwürfe zu informieren, damit sie die Daten persönlich überprüfen können." Mit Partitalias RFID-Technologie und Blockchain verfügt die Stadt Miglianico über georeferenzierte Daten mit Datums- und Zeitangaben sowie genaue Daten pro Einheit und pro Lieferung.

Mit dieser Kontrolle ließ sich ein klarer Trend erkennen: Jeder Einwohner der Stadt produziert 75 kg Abfall pro Kopf und Jahr. Adezio: "Durch die einfache Analyse der Mülleinwürfe können wir feststellen, ob mehr Menschen in einem Haus leben als die Gemeldeten. Mit dieser Technologie, die sicher und zertifiziert ist, möchten wir in Zukunft noch viel mehr analysieren."

www.partitalia.com
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