Recyclingfähigkeit von Verpackungen
Optimieren mit Software

30.08.2022 Das Institut cyclos-HTP (CHI) ist für seinen fundierten internationalen Standard zur Bewertung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen bekannt. Ingenieurwissenschaftliche und praktische Expertise bildet die Grundlage für die erste Version von ‚Chira‘ - CHI Recyclability Assessment 1.0 zur Bewertung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen, das nach mehrmonatiger Testphase jetzt verfügbar ist.

Bei der Recyclingfähigkeit von Verpackungen besteht oftmals noch Luft nach oben. Das lässt sich jetzt testen.
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Bei der Recyclingfähigkeit von Verpackungen besteht oftmals noch Luft nach oben. Das lässt sich jetzt testen.

Die Lösung kommt vom Institut cyclos-HTP (CHI). Bei der Software handelt es sich um ein Werkzeug zur differenzierten Bemessung der Recyclingfähigkeit und gleichzeitig ein Multifunktionstool zur ökologischen Verpackungsoptimierung. Nutzer können damit anhand der Untersuchungs- und Zertifizierungsgrundlage des CHI-Katalogs die Recyclingfähigkeit ihrer Verpackungen ermitteln. Dabei berücksichtigt ‚Chira‘ 1.0 sowohl den Stand der Technik als auch den aktuellen Stand der Recyclinginfrastruktur in bis zu 27 EU-Staaten sowie Norwegen, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich.

„Dieses einzigartige Tool wird die Bewertung der Recyclingfähigkeit erheblich vereinfachen und beschleunigen“, sagt Dr. Joachim Christiani, CHI-Geschäftsführer. „Die nachhaltige Gestaltung von Verpackungen wird immer wichtiger, denn sie ist ein Schlüssel zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft.“ Das Ökodesign von Verpackungen und Produkten wird in Kürze auch wirtschaftliche Auswirkungen haben: „Nicht recyclingfähige Verpackungen werden bald finanzielle Nachteile haben. ‚Chira‘ hilft, Verpackungen zu optimieren und recyclingfähig zu gestalten“, so Sandra Beckamp, Geschäftsführerin bei CHI.

Die neue Lösung liefert neben der Berechnung der Recyclingfähigkeit ein differenziertes Bewertungsergebnis zu den neun Standardkriterien des CHI-Bewertungskatalogs sowie einen kommentierenden Bericht. Das Ergebnis weist den Wertstoffgehalt, das Ergebnis einer NIR-Simulation, automatische Dichteberechnung und vieles mehr als Prognose aus. Die Prognosen zu den einzelnen Kriterien sind durch spezifische Messwerte überschreibbar.

Wenn zusätzlich zur Analyse ein Zertifikat gewünscht wird, exportieren Anwender ihren Eingabedatensatz als CSV-Datei und übersenden die benötigten Muster zum Abgleich durch den Sachverständigen und für eventuell erforderliche Laboruntersuchungen. Bearbeitungsdauer und kosten für die Zertifizierung können so erheblich reduziert werden.

‚Chira‘ sei nicht zuletzt auch als Instrument zur ökologischen Verpackungsoptimierung konzipiert: Die aktuelle Verpackungsausführung wird in der Software angelegt, User können dann einzelne Ausführungsdetails wie Einfärbung, Etikettierung, Verschlüsse, Klebstoffe, Füllstoffe usw. variieren und ermitteln die veränderte Recyclingfähigkeit mit wenigen Klicks dank der implementierten Kopierfunktion. Im Verpackungsarchiv lassen sich so auch umfangreiche Sortimente artikelnummernscharf vollständig dokumentieren, ordnen, verwalten und nachverfolgen.

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