Stadler
Bau der größten mechanischen Sortieranlage Brasiliens

08.07.2021 Stadler hat einen zukunftsträchtigen Vertrag mit Orizon Valorização de Resíduos über den Bau der größten mechanischen Sortieranlage Brasiliens unterzeichnet. Dieser Vertrag soll die Verarbeitung von 500.000 Tonnen Hausmüll pro Jahr sicherstellen.

Henrique Filgueiras, Stadler Vertriebsbeauftragter in Brasilien.
© Foto: Stadler
Henrique Filgueiras, Stadler Vertriebsbeauftragter in Brasilien.

Der Vertrag steht für einen technologischen Durchbruch des Ecopark, ein Abfallwirtschaftsbetrieb in der Gemeinde Jaboatão dos Guararapes im Bundesstaat Pernambuco im Nordosten Brasiliens. Er wird die Wiederverwertung von recycelbaren Abfällen in größerem Umfang ermöglichen. 2020 landeten 1,5 Millionen Tonnen Müll, die von 3,7 Millionen Menschen erzeugt wurden, auf der Deponie.

Die Anlage wird die größte, jemals in Brasilien gebaute mechanische Sortieranlage sein. Stadler verfolgte bei der Konzeption und Umsetzung des gesamten Projektes zwei vorrangige Ziele: die Modernisierung und Verbesserung des Sortierprozesses der von Orizon betriebenen Anlage und die Aussortierung hochwertigen wiederverwertbaren Materials, um die zunehmend anspruchsvollen in- und ausländischen Märkte zu bedienen. Mit der Maschine wird eine Sortierquote von 75 % bis 85 % des wirtschaftlich verwertbaren Materials erreicht. Die neue Sortieranlage, die 2022 in Betrieb genommen wird, schafft 150 Arbeitsplätze.

Ein ehrgeiziges Projekt für den brasilianischen Markt

Henrique Filgueiras, Stadler Vertriebsbeauftragter in Brasilien, betonte die „enorme Bedeutung“ dieses Vertrages. „Der Vertrag stärkt unsere Geschäftsbeziehung zu einem Kunden, mit dem wir seit mehr als sieben Jahren zusammenarbeiten – zu einem Unternehmen, das hier in Brasilien großes Potenzial hat. Außerdem handelt es sich um eine Anlage mit einer hohen Kapazität für die Verarbeitung von Hausmüll – die höchste Kapazität in Lateinamerika. Ein Projekt dieser Größenordnung stärkt unseren Ruf als Spezialist für derartige Anlagen in Brasilien. Der Vertrag bietet uns die Möglichkeit, uns bei einem weiteren Projekt erneut zu beweisen und in Brasilien noch mehr Erfahrungen zu sammeln.“

Die Anlage wurde für die Verarbeitung eines großen Materialvolumens ausgelegt. Durch mechanische Sortierung wird zunächst die grobe Schwerfraktion entfernt. Abschließend wird die Feinfraktion von Hand sortiert. Darüber hinaus besteht von Anfang an die Möglichkeit, die Anlage zu erweitern und die Kapazität zu erhöhen. Auch der Automatisierungsgrad der Abläufe kann gesteigert werden.

Orizon Valorização de Resíduos betreibt fünf Abfallwirtschaftsstandorte in Brasilien. Die Entsorgungs- und Aufbereitungsanlagen empfangen jährlich rund 4,6 Millionen Tonnen Müll der Haushalte von ungefähr 20 Millionen Menschen und von mehr als 500 Unternehmen. Angesichts der Effizienz und des Bekanntheitsgrades der neuen Anlage soll das Projekt in Zukunft an den übrigen Standorten des Unternehmens im Land reproduziert werden.

www.w-stadler.de


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