Tetra Pak
Ausbau des Recyclings von Verpackungen

30.04.2021 Tetra Pak hat gemeinsam mit Elopak und SIG Combiblock in das Recycling von Getränkekartons investiert und das Recyclingwerk Palurec gebaut. Mit der nun möglichen Verwertung von Kunststoff- und Aluminiumanteilen erhöht sich die Recyclingfähigkeit auf deutlich über 90 %.

© Foto: Tetra Pak

Mit der Eröffnung des neuen Recyclingwerks Palurec GmbH in Hürth bei Köln können erstmalig Kunststoff- und Aluminiumanteile aus Getränkekartons recycelt werden. Damit steigt die Recyclingfähigkeit von aktuell rund 75 auf deutlich über 90 % an. Ein Erfolg, in den Hauptinvestor Tetra Pak gemeinsam mit Elopak und SIG Combiblock 8 Mio. Euro Entwicklungskosten und vier Jahre gemeinsame Projektarbeit investiert hat. Gesellschafter ist der Fachverband für Getränkeverpackungen (FKN).

Stephan Karl, Geschäftsführer von Tetra Pak DACH, begrüßt die Eröffnung der neuen Recyclinganlage: „Mit Palurec haben wir einen großen Meilenstein bei der Rückgewinnung der Kunststoff- und Aluminiumanteile von Getränkekartonverpackungen erreicht. Dies ist ein entscheidender Schritt in Richtung kohlenstoffarmer Kreislaufwirtschaft und Teil unserer Nachhaltigkeitsstrategie auf dem Weg zur nachhaltigsten Lebensmittelverpackung der Welt.“

Innovatives Anlagenkonzept

Mit der neuen Anlage der Palurec sind die Getränkekartonhersteller nun in der Lage, über 50 % der in Deutschland anfallenden Kunststoff- und Aluminiumbestandteile aus Getränkekartons zu marktfähigen Sekundärrohstoffen für vielfältige industrielle Anwendungen weiterzuverarbeiten. Bislang wurde dieser Kunststoff-Aluminium-Mix in der Zementindustrie als emissionsarmer Sekundärbrennstoff eingesetzt.

Darüber hinaus wird sich die Klimabilanz von Getränkekartons gegenüber Glas- und Kunststoffflaschen verbessern. So haben Milch-Getränkekartons laut einer Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung ifeu bereits heute 84 % geringere Klimaauswirkungen als PET-Einwegflaschen und 70 % geringere als Einweg-Glasflaschen.

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