Verpackungskunststoffe
Zunehmend unbeliebt

11.07.2022 Verbraucher schauen immer kritischer auf Kunststoffe: Eine breite Mehrheit der Konsumenten möchte den Verbrauch von Plastikverpackungen reduzieren.

Nicht mehr erste Wahl für Verbraucher: Kunststoffverpackungen
© Foto: Pixabay
Nicht mehr erste Wahl für Verbraucher: Kunststoffverpackungen

Mehr als acht von zehn Deutschen (81%) geben an, dass sie Produkte bevorzugen, die mit so wenig Kunststoffverpackung wie möglich auskommen. Das fand eine Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos in Zusammenarbeit mit der Umweltinitiative »Plastic Free July« heraus.

In allen 28 befragten Ländern spricht sich eine klare Mehrheit der Befragten für Produkte aus, die möglichst wenig Plastikabfall verursachen. Bei chinesischen Verbrauchern (92%) ist der Wunsch nach plastikfreien Verpackungen aktuell besonders groß, in Japan (56%) und den USA (71%) ist die Zustimmung am geringsten. 
Die Verantwortung, Plastikzu vermeiden, sehen 85 Prozent der deutschen Verbraucher in erster Linie bei den Herstellern und Einzelhändlern, die ihrer Meinung nach für die Reduzierung, Wiederverwendung und das Recycling von Kunststoffverpackungen verantwortlich sein sollten. Aber auch in allen anderen Ländern sehen das die meisten Konsumenten so, am größten ist die Einigkeit in dieser Frage in China, Großbritannien, Brasilien und Mexiko (je 90%). In der Europäischen Union sind viele Einweg-Kunststoffprodukte seit letztem Jahr ohnehin verboten. Ein Großteil der Deutschen steht hinter dieser Maßnahme. Fast drei Viertel (73%) aller Bundesbürger sind der Meinung, dass Einweg-Kunststoffe verboten sein sollten. Zum Vergleich: in den USA befürwortet nur knapp die Hälfte (55%) der Befragten ein Einwegplastikverbot, in Japan sogar nur 37 Prozent.

Entsprechend halten es auch 86 Prozent aller Deutschen für notwendig, einen international verbindlichen Vertrag zur Bekämpfung der Plastikverschmutzung zu haben. Weltweit stimmen dem sogar 88 Prozent der Befragten zu.

 

 

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