Stadtverwaltung Mainz
Mikroplastik im Biomüll reduzieren

26.02.2021 Bereits seit Spätsommer 2020 werden in Mainz wie in vielen anderen Städten und Kommunen die Biotonnen verstärkt kontrolliert. Ziel dieser Vorgehensweise ist es, dass weniger Störstoffe über den Bioabfall im Kompost landen – und damit Mikroplastik auf dem Acker und letztendlich in der Nahrungskette reduziert wird. Nun zieht der Entsorgungsbetrieb eine Zwischenbilanz.

© Foto: M. Boeckh

In einer Ausstellung im Umweltladen, bei einer Exkursionen zum Humuswerk Essenheim, via Presse und über das „Mainzer Müllmagazin“ hatte der Entsorgungsbetrieb der Stadt Mainz im Jahr 2020 zur Problematik der Störstoffe im Bioabfall informiert. Insbesondere machen Plastik und sogenannte kompostierbare Kunststoffe den Biomasseanlagen in Deutschland zu schaffen. Diese können beim Kompostierungsvorgang nicht bzw. nur schlecht zersetzt werden und landen als Mikroplastik auf unseren Ackerböden - und damit letztlich in unseren Lebensmitteln. Die mittlerweile in Kraft getretene Biostoffverordnung macht klare Vorgaben zur Reduzierung der Fremdstoffe im Kompost.
Um dem Problem abzuhelfen, begann der Entsorgungsbetrieb im Spätsommer 2020 mit verstärkten Überprüfungen der Biotonnen. Falsch befüllte Tonnen wurden dabei stehengelassen. Aufkleber und ein anschließendes Schreiben an die Eigentümer/innen informierten über die Fehlbefüllungen und die notwendige Nachsortierung. Zudem erhielten die Angeschriebenen Tipps zum korrekten Befüllen der Biotonne. Wurden mehrere Fehlbefüllungen festgestellt, so wurden die Biotonnen sogar abgezogen.
Dies mag ein „strenges“ Vorgehen sein, aber Erfahrungen aus anderen deutschen Kommunen lehrten, dass das Austeilen von „gelben Karten“ - also das nochmalig letzte Leeren der fehlbefüllten Biotonne - nicht den gewünschten Erfolg zeigten. In Mainz werden die Biotonnen wöchentlich geleert, so dass nach schneller Reaktion der Eigentümerinnen und Eigentümer dann auch wieder zeitnah die dann richtig befüllte Tonne geleert wurde.

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