Digital Twins
Spurensuche mit Fußabdruck

29.10.2021 Wie können digitale Lösungen dabei helfen, den CO2-Footprint im Verpackungsprozess auszuweisen und zu reduzieren? Dieser Frage stellen sich Teilnehmende des zweiten Packaging Valley Makeathon bei Mosca in Waldbrunn.

Genau hinschauen: Digital Twins sollen helfen, den ökologischen Fußabdruck von Verpackungen zu vermindern.
© Foto: Mosca
Genau hinschauen: Digital Twins sollen helfen, den ökologischen Fußabdruck von Verpackungen zu vermindern.

Am 09.-10. November lädt das Unternehmen Studierende und Absolventen ebenso wie Fachleute nach Waldbrunn ein, um im Rahmen des Makeathons gemeinsam innovative Ideen für mehr Nachhaltigkeit zu entwickeln.

Wie im Vorjahr findet der zweitägige Makeathon unter der Schirmherrschaft von Packaging Valley dezentral statt. Partnerunternehmen stellen Räume, Werkzeuge und Expertise für die Teilnehmenden zur Verfügung; über digitale Plattformen bleiben alle Standorte vernetzt und im Austausch. Dabei steht dem Namen entsprechend das Machen im Vordergrund: Schon am ersten Vormittag legen die Teilnehmenden damit los, eigene Ideen für eine vorgegebene Aufgabe zu entwickeln und erste Entwürfe innerhalb ihrer Gruppe vorzustellen. Bis zum Nachmittag des zweiten Tages geht es dann in die Ausarbeitung und Umsetzung dieser Ideen. Schließlich kommen alle Teilnehmenden noch einmal in einer Videokonferenz zusammen, um sich gegenseitig ihre Lösungen zu präsentieren.

Jeder Standort des Makeathons hat dabei einen eigenen thematischen Schwerpunkt. Die Aufgabe der rund 10-20 Teilnehmenden bei Mosca: innovative, digitale Ideen ausarbeiten, um den CO2-Fußabdruck von Verpackungsprozessen in einer vernetzten Produktion darzustellen. Das ist wichtig, um den gesamten Produktionsprozess auf Nachhaltigkeit prüfen und optimieren zu können. Neue Visualisierungsmodelle könnten beispielsweise zeigen, wo im Prozess wie viel Kohlenstoffdioxid entsteht und an welcher Stelle Emissionen reduziert werden können. Wird dabei die gesamte Anlage oder Produktionslinie für mehr Nachhaltigkeit virtuell abgebildet, spricht man vom Green Digital Twin. Er vereint alle Prozess- und Maschinendaten, wertet sie aus und stellt sie in Dashboards dar. Dadurch lassen sich Prozesse in Echtzeit prüfen und nachhaltiger machen – von den verwendeten Materialien über die Emissionen und den Energieverbrauch von Maschinen bis hin zur Nachverfolgung umweltbelastender Zwischen- oder Ausgangsstoffe. „Wir sind überzeugt, dass Green Digital Twins die Zukunft sind. Sie vereinen Digitalisierung und Nachhaltigkeit wie kein zweites Werkzeug“, erklärt Geschäftsführer Timo Mosca. „Daher sind wir besonders gespannt auf die Ergebnisse des Makeathons: Ergeben sich Ansätze zu Green Digital Twins, können wir diese in die IoT-Infrastruktur implementieren und in Kooperation mit unseren Kunden nutzen und weiterentwickeln.“

An umweltschonenden und ressourceneffizienten Produkten arbeiten die Waldbrunner schon bereits, etwa mit Umreifungsbändern aus recyceltem Kunststoff oder der emissionsarmen SoniXs-Ultraschalltechnologie.

Neben Mosca nehmen vier weitere Unternehmen aus dem Verpackungsumfeld am Makeathon teil: der Maschinenbauer Harro Höfliger, die ehemalige Bosch-Verpackungssparte Syntegon, das Verpackungsunternehmen Optima sowie die Automatisierungsexperten von Zebra Engineering. Dazu kommen mit dem Karlsruher Institut für Technologie, der Hochschule Kempten und dem Virtual Dimension Center in Fellbach drei Forschungsinstitute.

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