EU-Kommission meldet
Rückgang der Seveso III-Unfälle

12.10.2021 Die Europäische Kommission hat einen Bericht über die Effizienz zur Gefahrenbeherrschung bei schweren Unfällen mit gefährlichen Stoffen (Seveso-III-Richtlinie) veröffentlicht.

Die Zahl der gefährlichen Unfälle bewegt sich langsam aber stetig nach unten.
© Foto: Pete Linforth/pixabay
Die Zahl der gefährlichen Unfälle bewegt sich langsam aber stetig nach unten.

Dort zeigt sich, dass sich die Zahl der schweren Industrieunfälle in der EU zwischen 2015 und 2018 auf einem niedrigen Niveau stabilisiert hat: 25 pro Jahr bei 12 000 Betrieben. Der Bericht belegt, dass die EU-Mitgliedstaaten die Richtlinie im Vergleich zu den in den Vorjahren gemeldeten Vorfällen besser umsetzen.

Die Seveso-III-Richtlinie gilt weithin als Maßstab für die Politik im Bereich der Industrieunfälle und war Vorbild für die Gesetzgebung in vielen Ländern weltweit. Der vorliegende Bericht ist der erste Bericht im Rahmen der Seveso-III-Richtlinie und enthält eine Fülle von Informationen zu verschiedenen Fragen der Umsetzung. Bei insgesamt 11 776 Betrieben, die in den Geltungsbereich der Richtlinie fallen, zeigt der Bericht, dass die Zahl der schweren Unfälle kontinuierlich zurückgegangen ist und in den letzten Jahren weniger als 25 pro Jahr beträgt.

Die Seveso-III-Richtlinie spielt eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, die hochindustrialisierte EU zu einer Nullverschmutzung durch Industrieunfälle zu lenken. Diese Verpflichtung ist im Europäischen Green Deal und im Aktionsplan für Nullverschmutzung festgelegt worden. Die Kommission wird mit den Mitgliedstaaten zusammenarbeiten, um die Einhaltung der Richtlinie zu verbessern, z. B. bei der Bewertung der Risiken von Betrieben und der Folgen von Unfällen. Sie will auch Synergien zwischen der Seveso-III-Richtlinie und dem Katastrophenschutzverfahren der Union entwickeln, um die Prävention, die Bereitschaft und die Reaktion im Falle eines schweren Industrieunfalls zu verbessern. Zu diesen Bemühungen gehören die bevorstehenden Arbeiten zur Integration des elektronischen Seveso-Anlagenabrufsystems (eSPIRS) in das globale Katastrophenalarm- und -koordinierungssystem, um Betreiber und zuständige Behörden zu alarmieren, wenn ein Ereignis eintritt, das einen schweren Industrieunfall auslösen könnte.


 

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