Chempark Dormagen
Currenta investiert 20 Millionen Euro in Chempark-Glasfasernetz

Montag, 08. April 2019 Ohne zukunftsweisende Infrastruktur keine Digitalisierung – das sieht auch Chempark-Leiter Lars Friedrich so: „Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur entscheidet über die Wettbewerbsfähigkeit von Industriestandorten.“ Genau aus diesem Grund investiert der Chempark-Manager und -Betreiber Currenta rund 20 Millionen Euro in ein redundant ausgelegtes Glasfasernetz in und zwischen den drei Chempark-Standorten.

Digitale Lebensadern: Die Rohrbrücken als Träger chemischer Medien werden nun auch für die Glasfaserkabel genutzt.
© Foto: Currenta
Digitale Lebensadern: Die Rohrbrücken als Träger chemischer Medien werden nun auch für die Glasfaserkabel genutzt.

Mit dieser Hochgeschwindigkeits-Datenautobahn gehören die Chemiestandorte Dormagen, Leverkusen und Krefeld-Uerdingen zu den ersten Chemieparks, die ein hochmodernes und weitflächiges Glasfasernetz realisiert haben. Chempark-Leiter Lars Friedrich fasst das so zusammen: „Currenta erweitert mit Aufbau und Betrieb der Datenautobahn nicht nur sein Produktportfolio, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Standortattraktivität und von Arbeitsplätzen.“

Vorhandene Rohrbrücken als wichtige Infrastruktur

Der rasche Ausbau von 400 Kilometer Glasfaserkabeln war möglich, da Currenta die existierenden Rohrbrücken als Träger chemischer Medien nun auch für die digitalen Medien nutzt. Die Gesamtlänge aller im Glasfaserkabel enthaltenen Datenkabel (Adern) misst mehr als 25.000 Kilometer – das entspricht dem doppelten Erddurchmesser.

Schnell, ausbaufähig und redundant

Über das Glasfasernetz realisiert Currenta aktuell Bandbreiten pro Gebäudeanschluss mit bis zu zehn Gigabit pro Sekunde. Auf Kundenwunsch sind die Bandbreiten auf 100 und sogar über 1.000 Gigabit pro Sekunde skalierbar. Damit erreicht der Chempark ein Viertel der Datenmenge des zentralen deutschen Internetknotens in Frankfurt am Main (DECIX) – dieser hat einen Datendurchsatz von circa 4.000 Gigabit pro Sekunde (vier Terabit/s). Zum Vergleich: Im Privathaushalt besitzt man in der Regel eine Bandbreite von 100 Megabit pro Sekunde.

Currenta betreibt jedoch nicht nur eines der schnellsten, sondern auch eines der ausfallsicherersten Datennetze, denn alle Glasfaseranschlüsse und Rechenzentren sind doppelt konzipiert. Fällt eine Verbindung aus, so kann der komplette Datenverkehr problemlos auf die identische zweite Netzinfrastruktur umgeleitet werden.

Anschluss der Gebäude schreitet voran

Im September 2018 ging die zweispurige Hochgeschwindigkeitsstrecke an den Start und vernetzt seitdem auch die Standorte untereinander. Was noch fehlte, waren die „Abfahrten“ in die Gebäude. Ende des Jahres wechselten dann mit Lanxess und Covestro die ersten Kunden auf das Currenta-Glasfasernetz. Aktuell sind mehr als 170 von geplant 233 Gebäuden von Lanxess, Covestro und Currenta angeschlossen, 35 davon am Standort Dormagen. Bis Ende 2019 werden alle zweifach, also redundant, verbunden sein. Gespräche mit weiteren Unternehmen im Chempark laufen und zeigen großes Interesse, mit Höchstgeschwindigkeit auf der Datenautobahn in die digitale Zukunft zu starten.

www.currenta.de

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