German Water Partnership
Weltwassertag – „Jeder kann einen Beitrag leisten“

27.03.2020 Die Vereinten Nationen riefen am 22. März zum Weltwassertag auf, unter anderem unter dem Motto: „Everyone has a role to play“ – jeder kann einen Beitrag leisten. Dieser Aufruf ist in Zeiten des Coronavirus präsenter denn je und wir folgen ihm täglich mehrfach, wenn wir uns die Hände waschen. Jederzeit sauberes Wasser aus dem Hahn ist dabei in Deutschland selbstverständlich. Nicht so für rund 40 Prozent der Weltbevölkerung und in den ärmsten Ländern der Welt sogar für rund drei Viertel der Menschen.

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Die globale Bedeutung von Wasser für Gesundheit, Entwicklung und Wirtschaft „muss ebenso stark in unser Bewusstsein rücken, wie es die Gefahren und Auswirkungen einer Pandemie derzeit tun“, plädiert Julia Braune, Geschäftsführerin von German Water Partnership (GWP). „Das gilt genauso aber auch für den Zusammenhang mit dem Klimawandel.“

Wasser & Klimawandel

Der Fokus des Weltwassertags 2020 liegt auf der Verbindung von Wasser und Klima. Zwischen beiden gibt es eine direkte Wechselwirkung. Immer häufigere und intensivere Dürren, Überschwemmungen und andere Extremwetterereignisse erhöhen in vielen Regionen der Welt den Wasserstress und erschweren den Zugang zu Wasser. Dabei sind sanitäre Versorgung, Hygiene und Wasser kritisch für sozio-ökonomische Entwicklung, Lebensmittelsicherheit und eine gesunde Umwelt. „Sauberes Wasser und Sanitäre Einrichtungen“ als sechstes Ziel für nachhaltige Entwicklung der UN (SDG) stehen in direktem Zusammenhang mit fast allen anderen SDGs. „Wasser effizient nutzen, heißt daher nicht nur den heute schon spürbaren Auswirkungen des Klimawandels zu begegnen, sondern auch Treibhausgase zu reduzieren“, erklärt GWP-Geschäftsführerin Braune – ob in der Landwirtschaft, der öffentlichen Infrastruktur, im privaten Verbrauch oder in der Industrie.

Deutschland kann wichtige Rolle spielen

Deutschland kann eine wichtige Rolle dabei spielen, dem Erreichen der UN-Entwicklungsziele näherzukommen. Zahlreiche Akteure der deutschen Wasserwirtschaft sind weltweit aktiv, stark vernetzt und genießen einen hervorragenden Ruf. „Denn sie bringen neben Spitzentechnologie ein hohes Maß an Flexibilität, Anpassungswillen an lokale Bedarfe und bereiten mit ihren Lösungen den Boden für nachhaltiges Wirtschaften“, erklärt Braune.

Gerade im Bereich Wasser komme dabei der zunehmenden Verzahnung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und Außenwirtschaftsförderung eine besondere Rolle zu. Vor genau diesem Hintergrund wurde der Branchenverband GWP vor über zehn Jahren gegründet – von privatwirtschaftlichen Akteuren ebenso wie den fünf Bundesministerien des Äußeren (AA), der Forschung (BMBF), der Umwelt (BMU), der Entwicklung (BMZ) und der Wirtschaft (BMWi). Mit seinen rund 350 Mitgliedern trägt GWP dazu bei, einen nachhaltigen Umgang mit Wasser weltweit zu fördern. „Ausdrücklich begrüßen wir daher, dass der diesjährige Weltwassertag die Zusammenhänge zwischen Wasser und Klimawandel in den Fokus stellt“, so Braune. „Unsere Mitglieder widmen sich diesem Thema tagtäglich in ihrer Arbeit in rund 100 Ländern weltweit.“
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