Stiftung Elektro-Altgeräte
Gilt das Elektrogesetz bei RFID-Tags?

04.06.2018 Diese Frage lässt sich nach Angaben der Stiftung Elektro-Altgeräte nicht pauschal beantworten.

Fallen so genannte RFID-Tags in den Anwendungsbereich des Elektrogesetzes’? Diese Frage lässt sich nach Angaben der Stiftung Elektro-Altgeräte nicht pauschal beantworten. Vielmehr sei hierbei zu differenzieren, ob es sich um Produkte mit oder ohne RFID-Funktion für den Endnutzer handelt.
RFID-Tags, die der Diebstahlkontrolle oder Verwendung zur Warenbewirtschaftung dienen, z. B. durch Verkleben oder Vernähen mit Produkten oder Verpackungen, sind keine Endprodukte für den Endnutzer. Vielmehr steht die Funktion des RFID-Tags in diesem Fall lediglich dem Verwender, also etwa dem Handel, zur Verfügung. Auch wird das Produkt, etwa Kleidung, in die ein RFID-Tag vernäht ist, hierbei nicht selbst zum Elektro- und Elektronikgerät im Sinne des ElektroG! Bei dieser Form der RFID-Tags handelt es sich schon nach der Definition nicht um Elektro- und Elektronikgeräte im Sinne des ElektroG.
RFID-Tags hingegen, die in Produkten verbaut sind und eine Funktion enthalten, die sich an den Endnutzer richtet, können sehr wohl den Begriff eines Elektro- und Elektronikgeräts gemäß ElektroG erfüllen. Dies trifft zu, wenn der ordnungsgemäße Betrieb des Geräts erst durch die Funktion des RFID-Tags ermöglicht oder modifiziert wird. Als Beispiel können hier RFID-Tags für Zutrittssysteme genannt werden.

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