Umweltministerium Bayern
Wasserzukunft Bayern ist Generationen-Herausforderung

05.02.2021 Steigende Temperaturen in Bayern und zu wenig Niederschlag: Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Niedrigwasser-Bericht für die Jahre 2018 und 2019. Auch in Bayern gewinnt das Thema Wasserversorgung damit weiter an Bedeutung.

© Foto: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

In seinem aktuellen Niedrigwasser-Bericht analysiert das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) die Auswirkungen der beiden Niedrigwasserjahre 2018 und 2019 auf die Wasserstände in Fließgewässern, Seen, Talsperren und Quellschüttungen. Auch die Entwicklung von Bodenwassergehalten und Grundwasserständen werden in dem Monitoring-Bericht dokumentiert. Dabei wird deutlich, dass geringe Niederschläge vielfältige Auswirkungen für Böden und den Wasserhaushalt haben. Sinkende Wasserstände in den Gewässern, neue Jahreshöchstwerte bei den Wassertemperaturen in Seen sowie Flüssen und ein weiterer deutlicher Rückgang der Grundwasserneubildung sind einige der Ergebnisse, die die Folgen des Klimawandels in Bayern eindrücklich dokumentieren. Deshalb rückt die künftige Ausrichtung der Wasserversorgung Bayerns mehr in den Fokus.

Wasserzukunft Bayern 2050

"Die Wasserversorgung Bayerns ist einer unserer großen Schwerpunkte 2021. Die Wasserversorgung sicherzustellen ist eine der größten und aktuellsten Herausforderungen des Klimawandels. […] Das Programm „Wasserzukunft Bayern 2050“ nimmt die Trink- und Brauchwasserversorgung des Freistaats umfassend in den Blick. Ziel ist eine gesicherte Wasserversorgung in ganz Bayern auch in Zukunft. Die Trinkwasserversorgung muss dabei in kommunalen Händen bleiben.", darauf wies Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber kürzlich hin.

Im Rahmen des Programms „Wasserzukunft Bayern 2050“ werden in den kommenden Jahren in den fünf Säulen Wasser speichern, Wasser verteilen, Wasser schützen, Wasser schätzen und Wasser gesamtstaatlich denken eine Vielzahl von konkreten Projekten gestartet. Diese reichen von einer neuen Speicherstudie für Wasserspeicher über Zukunftskonzepte zur Wasserversorgung vor Ort und der Fernwasserversorgung bis hin zu intelligenten Bewässerungsprojekten in der Landwirtschaft und der Umsetzung von Gewässerrandstreifen. Zusätzlich wird sich das Umweltministerium für ein Nationales Gewässerschutzprogramm einsetzen. Zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung werden aktuell bereits die regionalen Wasserversorgungsbilanzen mit Hilfe von 5 Mio. € aktualisiert und Verbundleitungen gefördert – dabei geht es um rund 300 Kilometer Verbundleitungen mit einem Fördervolumen von mehr als 35 Millionen Euro.

 

https://www.stmuv.bayern.de/niedrigwasser.htm

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