Niedrigwasser und Binnenschifffahrt
BDSV fordert, explodierende Frachtkosten solidarisch zu tragen

31.10.2018 Das derzeitig herrschende extreme Niedrigwasser auf den Bundeswasserstraßen stellt die Stahlrecyclingwirtschaft vor Riesenprobleme.

Durch die extreme anhaltende Trockenheit steuern die Pegelstände in vielen Flüssen auf ein historisches Tief zu. Vielerorts wie hier in Mannheim wurde der Fährverkehr eingestellt und Frachtschiffe, die Massengüter wie Steinkohle transportieren, liefern, wenn überhaupt, nur noch mit stark reduzierter Tonnage.
© Foto: M. Boeckh
Durch die extreme anhaltende Trockenheit steuern die Pegelstände in vielen Flüssen auf ein historisches Tief zu. Vielerorts wie hier in Mannheim wurde der Fährverkehr eingestellt und Frachtschiffe, die Massengüter wie Steinkohle transportieren, liefern, wenn überhaupt, nur noch mit stark reduzierter Tonnage.

Einerseits bestehen für Schrott und Sekundärrohstoffe deutlich geringere Ladekapazitäten, sodass die vertragsgemäße Abnahme bei den industriellen Schrott-Anfallstellen sowie auch die Belieferung der Stahlwerke entlang der Wasserstraßen kaum noch möglich ist. Andrerseits sind die Frachtsätze dramatisch angestiegen. Statt des üblichen kalkulatorischen Frachtsatzes auf Rhein/Main/Neckar von 10 bis 12 Euro/t müssen derzeit 35 bis 40 Euro/t realisiert werden. Die Alternative des Transports per Güterbahn oder Lkw besteht nicht, da auch dort aufgrund der erhöhten Nachfrage Engpässe bestehen und die Kosten explodiert sind.
„Es kann nicht angehen, dass die explodierenden Frachtkosten allein vom Schrotthandel aufgefangen werden. Das Extremwetterereignis und seine Auswirkungen müssen von allen Beteiligten der Wertschöpfungskette solidarisch getragen werden“, fordert Rainer Cosson, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen, BDSV. Er appelliert gleichermaßen an die Erzeuger von Schrott als auch an die Abnehmer der Sekundärrohstoffe, für konstruktive Gespräch über eine gerechte Teilung der Mehrkosten offen zu sein.
Die BDSV hat die dramatische Situation der Stahlrecyclingwirtschaft in einem aktuellen Newsletter konkretisiert, den Sie hier herunterladen können.

> Hier gibt es eine interaktive Karte der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV); sie zeigt Niedrigwasser mit Beeinträchtigung der Schifffahrt.

www.bdsv.org

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