PET-Einwegflaschen
Branche strebt höheren Rezyklatanteil an

31.12.2018 50 Prozent Recyclingmaterial: Das ist die neue Zielmarke für PET-Flaschen mit dem RAL-Gütezeichen.

Irina Bremerstein, Geschäftsführerin der RAL Gütegemeinschaft Wertstoffkette PET-Getränkeverpackungen, will den Anteil an Recyclingmaterial erhöhen.
© Foto: IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen
Irina Bremerstein, Geschäftsführerin der RAL Gütegemeinschaft Wertstoffkette PET-Getränkeverpackungen, will den Anteil an Recyclingmaterial erhöhen.

Der Einsatz von Recyclingmaterial in PET-Einwegflaschen soll sich in den kommenden Jahren signifikant erhöhen. Dies hat die RAL Gütegemeinschaft Wertstoffkette PET-Getränkeverpackungen e.V. einstimmig beschlossen. Bis 2022 sollen danach PET-Getränkeverpackungen mit dem RAL-Gütezeichen zu durchschnittlich 50 % aus wiederverwertetem PET-Material bestehen. Dadurch will die Organisation den Wertstoffkreislauf weiter schließen und die Nachhaltigkeit der Getränkeverpackungen steigern. Die Mindestrezyklatquote von 25 % zur Erlangung des Gütezeichens bleibt weiterhin bestehen.
Die RAL Gütegemeinschaft Wertstoffkette PET-Getränkeverpackungen bekennt sich mit dem Beschluss zum Leitbild der Kreislaufwirtschaft für Kunststoffverpackungen, wie Geschäftsführerin Irina Bremerstein betont: „Wir setzen ein klares Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit. Mit einem hohen Anteil an Recyclingmaterial wird die Ökobilanz von PET-Verpackungen noch vorteilhafter ausfallen.“
Nachdem das Gewicht und der Materialeinsatz bei PET-Einwegflaschen in den vergangenen Jahren stetig gesunken sind, sieht die Gütegemeinschaft in der Erhöhung des Recyclinganteils in PET-Flaschen den Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung. Vor diesem Hintergrund hat sie das Ziel formuliert, dass alle Flaschen, die über das RAL-Gütezeichen verfügen, bis 2022 durchschnittlich zur Hälfte aus recyceltem PET bestehen sollen. Die Mitglieder der Gütegemeinschaft, darunter Preform-Hersteller, Getränkehersteller und Recycler, sprachen sich einstimmig für die Umsetzung aus.
Laut der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung liegt der Rezyklatanteil in PET-Einwegflaschen in Deutschland aktuell bei durchschnittlich gut 26 Prozent. Ein Großteil des gebrauchten Flaschenmaterials geht aktuell noch am Flasche-zu-Flasche-Kreislauf vorbei und wird unter anderem in der Textilfaser- und Folienindustrie eingesetzt.
Mit der Zielvorgabe kommt die RAL-Gütegemeinschaft den Forderungen des deutschen Verpackungsgesetzes, das am 1. Januar 2019 in Kraft tritt, nach. Dieses verfolgt das Ziel, das Recycling von Getränkeverpackungen in geschlossenen Kreisläufen zu fördern.

www.wertstoff-pet.de

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