Verpackungsabfall
Verbrauch drastisch gestiegen

29.10.2018 220,5 kg Verpackungsabfall pro Kopf fielen im Jahr 2016 in Deutschland an, insgesamt 18,16 Mio. t.

Neueste Erhebungen des Umweltbundesamts belegen einen deutlichen Anstieg beim Verpackungsverbrauch in Deutschland.
© Foto: UBA
Neueste Erhebungen des Umweltbundesamts belegen einen deutlichen Anstieg beim Verpackungsverbrauch in Deutschland.

 Das sind 0,05 % mehr als im Vorjahr. Deutschland belegt damit einen traurigen Spitzenplatz in Europa: Die aktuellen Zahlen weisen für die EU im Jahr 2015 lediglich einen Pro-Kopf-Verbrauch von 167,3 kg aus.
Trends wie kleinere Portionsgrößen, der ‚Coffee to go‘ im Einwegbecher und der boomende Versandhandel lassen den Verpackungsverbrauch weiter anwachsen. Der Verbrauch von Kunststoffverpackungen ist zwischen den Jahren 2000 und 2016 um rund 74 Prozent gestiegen. 70 % des Verpackungsabfalls wurden 2016 in Deutschland recycelt, der Rest wurde größtenteils zur Energiegewinnung verbrannt. Vergleichsweise hoch ist die Recyclingquote bei Stahl (92,1 %), Papier/Karton (88,7 %), Aluminium (87,9 %) und Glas (85,5 %). Bei Kunststoffen (49,7 %) und Holz (26 %) ist der recycelte Anteil jedoch geringer. Gerade Kunststoffverpackungen sind aufgrund der Materialvielfalt schwierig zu sortieren und recyceln. 2016 konnten immerhin 0,9 % mehr Kunststoffverpackungen recycelt werden als im Vorjahr; erstmals mehr als energetisch verwertet wurde. Mit dem neuen Verpackungsgesetz müssen ab 2019 58,5 % und ab 2022 63 % der Kunststoffverpackungen recycelt werden.

www.umweltbundesamt.de
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