BDEW
„Wir brauchen in der nächsten Legislaturperiode ein ressortübergreifendes Klimaschutzministerium“

17.06.2021 Beim BDEW-Live-Talk mit den Spitzenkandidatinnen und -kandidaten der Parteien zur Bundestagswahl hat Dr. Marie-Luise Wolff, BDEW-Präsidentin und Vorstandsvorsitzende ENTEGA, die Dringlichkeit konkreter Maßnahmen für die Erreichung der Klimaziele angemahnt.

© Foto: Jens Schicke/BDEW
BDEW-Präsidentin Marie-Luise Wolff betonte die Bedeutung eines Klimaschutzministeriums: „Die kommende Bundesregierung wird die zentralen Weichen stellen müssen, damit die Klimaziele der nächsten Dekaden erreicht werden können. Wichtig ist, dass sie schnell durchstartet, denn wir müssen das Tempo bei der Energiewende drastisch erhöhen. Angesichts der Tragweite des Themas wäre die Einrichtung eines Klimaschutzministeriums, das heute in den Ressorts Wirtschaft, Umwelt, Inneres und Verkehr verankert ist, ein wichtiges Korrektiv.
Ganz oben auf der Agenda steht der Ausbau der Erneuerbaren Energien. Hier müssen Fesseln gelöst werden. Wir brauchen einen Boom sowohl beim Wind- als auch beim Photovoltaikausbau! Dies gelingt nur mit vereinfachten Planungs- und Genehmigungsverfahren und der Ausweisung zusätzlicher Flächen für Windräder und PV-Anlagen. Mindestens genauso wichtig ist der Ausbau der Energieinfrastruktur. Wir müssen dafür sorgen, dass Energie verlässlich bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommt, damit wir die Akzeptanz für die Energiewende
langfristig erhalten. Hierfür brauchen wir einen nachhaltig wirkenden Regulierungsrahmen, der die notwendigen milliardenschweren Investitionen in die Netzinfrastruktur ermöglicht.
Ich kann es nicht oft genug betonen: Die Energiewirtschaft spielt bei der Erreichung der Klimaziele eine ganz zentrale Rolle. Zum einen schultern wir mit Abstand die höchsten CO2-Einsparungen im Vergleich zu den anderen Sektoren. Gleichzeitig ermöglichen grüner Strom und klimaneutrale Gase aber auch die Verkehrs- und die Wärmewende und bringen die Dekarbonisierung der Industrie voran.“

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