MVV
Viertes Jahr in Folge mit Ergebnissteigerung

12.12.2018 Das Mannheimer Energieunternehmen MVV konnte sein Jahresergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 (1. Oktober 2017 – 30. September 2018) bereits zum vierten Mal in Folge steigern.

Ralf Klöpfler, Dr. Georg Müller und Dr. Hansjörg Roll vom MVV-Vorstand blicken auf ein positives Geschäftsjahr zurück.
© Foto: Martin Hirschmann
Ralf Klöpfler, Dr. Georg Müller und Dr. Hansjörg Roll vom MVV-Vorstand blicken auf ein positives Geschäftsjahr zurück.

Nach den Worten des MVV-Vorstandsvorsitzenden Dr. Georg Müller zahlt sich damit die konsequente Ausrichtung des Unternehmens auf die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende aus. Die Unternehmensgruppe werde auch in den kommenden Jahren in den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien, die Stärkung der Energieeffizienz durch die umweltfreundliche Fernwärme und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle investieren, betonte Dr. Müller auf der diesjährigen Bilanz-Pressekonferenz des Unternehmens in Frankfurt: „Die Aufgaben der Energiewende, die vor uns liegen, sind anspruchsvoll, und das Umfeld bleibt dynamisch. Wir sind davon überzeugt, dass wir strategisch richtig aufgestellt sind, um den Wandel als Chance zu nutzen und mit der Energiewende langfristig wachsen zu können.“

Auch im zurückliegenden Geschäftsjahr 2018 hat das Unternehmen seine eigene Zielvorgabe vom Jahresbeginn erreicht. So liegt das operative Ergebnis (Adjusted EBIT) im Geschäftsjahr 2018 mit einem Plus von zwei Prozent auf 228 Millionen Euro leicht über dem Vorjahr. Die Umsatzerlöse von über 3,9 Milliarden Euro sind nahezu wieder auf dem hohen Niveau der letzten Vorjahre. Unter dem Strich hat MVV den bereinigten Jahresüberschuss nach Fremdanteilen mit 94 Millionen im Vergleich zum Vorjahr um eine Million Euro gesteigert.

Positive Entwicklung im Umweltgeschäft

Positiv haben sich auf das Unternehmensergebnis insbesondere die gute Entwicklung des Umweltgeschäfts, höhere Erlöse aus den eigenen Windkraftanlagen sowie Erfolge bei der Kosteneffizienz ausgewirkt. Dadurch konnte die Unternehmensgruppe witterungsbedingte Einbußen aufgrund des milderen Winters und den regulierungsbedingten Rückgang der Netzentgelte mehr als ausgleichen. Weitgehend ohne Auswirkungen auf das Adjusted EBIT blieben im abgelaufenen Geschäftsjahr hingegen gegenläufige Einmaleffekte. Der geringfügige Umsatzrückgang ist neben der milderen Witterung vor allem auf niedrigere Handelsmengen im Strom- und Gasbereich aufgrund der Marktentwicklung zurückzuführen.

Mit Blick auf die aktuelle energiepolitische Diskussion um den Ausstieg aus der fossilen Energieerzeugung forderte der MVV-Chef rasches Handeln und einen verlässlichen Fahrplan: „Klimaschutz ist ohne Alternative und hat keine Zeit mehr.“ Dr. Müller sprach sich daher für eine wirksame Reduzierung der Treibhausgasemissionen aus. Dabei gebiete es die ökonomische Vernunft und die ökologische Verantwortung, auch in der Energiewirtschaft Kohlendioxid zunächst da zu vermeiden, wo es am leichtesten geht. Das gelte an allererster Stelle für rein stromerzeugende Kraftwerke – und hier Braunkohle vor Steinkohle.

Als Grundvoraussetzung eines Kohleausstiegs bezeichnete der MVV-Vorstandsvorsitzende den weiteren und forcierten Ausbau der erneuerbaren Energien: „Wenn wir Klimaschutz ernst nehmen und keinen neuen Kernkraftwerke bauen wollen, dann ist das Pendant zum Kohleausstieg der forcierte Ausbau der erneuerbaren Energien.“
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