Solarzellen an der Fassade
Ästhetische Stromgewinnung

04.10.2021 Solarzellen als Designobjekte zieren jetzt die Fassade über dem Haupteingang des NEST-Gebäudes der schweizerischen Empa und Eawag.

Jetzt in die Realität umgesetzt: Solarfassade am NEXT-Gebäude in Luzern.
© Foto: Empa
Jetzt in die Realität umgesetzt: Solarfassade am NEXT-Gebäude in Luzern.

Das Design entstammt einem interdisziplinären Design-Wettbewerb der Hochschule Luzern (HSLU) mit der Empa. Das Siegerprojekt belegt an der Fassade, wie sich Photovoltaik-Module visuell in Gebäude integrieren lassen und die architektonische Qualität aufhübschen können. NEST ist das modulare Forschungs- und Innovationsgebäude der beiden Schweizer Forschungsinstitute Empa und Eawag. 

Photovoltaik-Fassaden sind bis heute eher selten – dabei lassen sich Technik und Ästhetik durchaus verbinden. Den Beweis haben Studierende und Dozierende der beiden Studienzweige «Design & Kunst» und «Technik & Architektur» der Hochschule Luzern angestrengt, indem sie Photovoltaik-Module als Designobjekte für eine Fassade auf dem Empa-Campus gestalteten. Die Entwürfe wurden einer Jury präsentiert.
Nun wurde das Siegerprojekt «Glasklar» der Textildesignstudentin Lynn Balli am Gebäude installiert und in Betrieb genommen. Björn Niesen, Innovationsmanager NEST über das Ergebnis. «Wenn wir das Interesse von Designerinnen und Designern für die Gestaltung von gebäudeintegrierten Photovoltaik-Modulen wecken können, leisten wir einen wichtigen Beitrag für mehr Akzeptanz von Photovoltaik-Fassaden.“

Die Siegerlösung "Glasklar" von Lynn Balli greift die Frage auf, wie man Glas als Oberfläche attraktiver gestalten kann, damit es nicht wie ein Fremdkörper an der Fassade wirkt. Ballis Design überzeugte die Jury durch das elegante Hervorheben der Dynamik von Glas und die Umsetzung mit zehn Einzelkunstwerken.

 

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