Weltec Biogas
Energie vom Hühnerhof

04.02.2022 Der deutsche Biogasanlagenspezialist Weltec Biopower verzeichnet in Griechenland ein reges Interesse an seiner Anlagentechnologie. Im vergangenen Jahr hat der Anlagenbauer durch den Bau von vier weiteren Projekten und drei Anlagenerweiterungen sein Potential in dem südeuropäischen Land weiter ausgebaut.

Ein zweiter Fermenter für Bioabfälle vergrößert die Energieausbeute in Megara
© Foto: Weltec
Ein zweiter Fermenter für Bioabfälle vergrößert die Energieausbeute in Megara

Durch das große Potenzial an organischen Reststoffen zur Erzeugung von Biogas und Biomethan, vor allem im Norden des Landes, spielt der klimafreundliche Energieträger eine immer wichtigere Rolle bei der griechischen Energiewende.

Von den 30 griechischen Agrar- und Abfallanlagen war Weltec bislang an 17 Projekten maßgeblich beteiligt. Dies ist kein Zufall, denn das Unternehmen sieht sich dort ein etablierter Technologie- und Marktführer. Eine dieser Anlagen steht seit 2015 in Megara, 30 Kilometer westlich von Athen. Im vergangenen Jahr wurde diese Biogasanlage ausgebaut und seit März 2021 ist sie mit einer verdoppelten Leistung von einem Megawatt in Betrieb. Das Resümee der Betreiber ist rund ein Jahr nach der Erweiterung durchweg positiv: „Die Anlage lief bereits vor der Erweiterung sehr erfolgreich. Eine überdurchschnittliche Anlagenverfügbarkeit von 97 Prozent bestätigt den Kunden, dass der Ausbau die richtige Entscheidung war“, erzählt John Tetoros, der griechische Vertriebspartner, aus einem Gespräch mit den Betreibern.

Weiter war für die Erweiterung entscheidend, dass genügend Substrate vorhanden sind. Die Gegend rund um Megara ist bekannt für Hühnerhaltung und auch die Biogasanlage steht auf einer Hühnerfarm mit 20.000 Legehennen. Dadurch ist ein Teil der Substrate dauerhaft gesichert. Neben dem Hühnerkot werden zu etwa gleichen Teilen zudem Olivenöl-Trester, Rinder- und Schweinegülle sowie Molke zur Energieproduktion genutzt. Seit der Anlagenvergrößerung ist die tägliche Menge des Substratmixes auf 190 Tonnen gestiegen.

Ursprünglich umfasste die Anlage einen Fermenter aus Edelstahl mit 3.993 Kubikmeter Volumen, ein 530 Kilowatt BHKW sowie ein Vorlagebecken. Für die gestiegene Inputmenge hat Weltec einen weiteren 3.993 Kubikmeter Edelstahlfermenter mit 6,30 Meter Höhe und 28,41 Meter Durchmesser errichtet. Überdies wurde eine weitere Vorlage, ein zweites 530 Kilowatt BHKW sowie eine Entpackungsanlage für Käse und Gemüse installiert. Diese Entpackungsanlage wird jedoch nur bei dem unregelmäßigen Bezug von abgelaufenen Lebensmitteln genutzt. Ein Feststoffdosierer wird bei dieser Anlage nicht benötigt, da die allesamt pumpfähigen Substrate über einen zentralen Pumpenblock in die Vorlager eingebracht und anschließend in die Fermenter gefördert werden.

 

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