Solarstrom-Speicherung
Deutsche Sonnen Gruppe legt Grundstein für größte virtuelle Batterie in Australien

19.09.2018 Sonnen, der weltweit größte Hersteller von intelligenten Stromspeichern, errichtet eine neue Produktionsstätte in Australien.

Zur offiziellen Bekanntgabe der neuen Fabrik in Adelaide und des 100-Millionen-Dollar-Förderprogramms erschienen ranghohe Vertreter der Politik: David Ridgway (Handelsminister Südaustralien), Steven Marshall (Premierminister Südaustralien), Christoph Ostermann (CEO und Gründer sonnen), Daniel van Holst Pellekaan (Energieminister Südaustralien) (v.l.).
© Foto: Sonnen Gruppe
Zur offiziellen Bekanntgabe der neuen Fabrik in Adelaide und des 100-Millionen-Dollar-Förderprogramms erschienen ranghohe Vertreter der Politik: David Ridgway (Handelsminister Südaustralien), Steven Marshall (Premierminister Südaustralien), Christoph Ostermann (CEO und Gründer sonnen), Daniel van Holst Pellekaan (Energieminister Südaustralien) (v.l.).

In einer ehemaligen Automobilfabrik in Adelaide, der Hauptstadt des Bundesstaates Südaustralien, können ab Herbst 2018 jährlich rund 10.000 Sonnen-Batterien produziert und Hunderte Arbeitsplätze vor Ort geschaffen werden. Die dort produzierten Batterien sind sowohl für die Wachstumsmärkte Australiens als auch für den asiatisch-pazifischen Raum bestimmt.

Das Unternehmen aus dem Bayerischen Allgäu profitiert damit direkt von einem neuen Förderprogramm der Regierung von Südaustralien, welches 100 Mio. Australische Dollar für bis zu 40.000 Haushalte umfasst. Das derzeit weltweit wohl ambitionierteste Förderprogramm unterstützt die Anschaffung eines Heimspeichers mit bis zu 6.000 Dollar. Das Unternehmen ist als einziger Speicherhersteller Partner dieses Programms; in den ersten neun Wochen können nur Speicher im Förderprogramm aufgenommen werden, die in Südaustralien produziert werden. Erstmals stellt ein Förderprogramm auch die Bedingung, dass ein Stromspeicher in der Lage sein muss, Teil eines virtuellen Kraftwerks zu sein.
„In Südaustralien findet die Umstellung auf erneuerbare Energien gerade im Zeitraffer statt. Da die Entwicklung vor allem von Privathaushalten getragen wird, steigt die Nachfrage nach Stromspeichern für den Eigenverbrauch rasant an. Mit der Vernetzung der Haushalte in unserem virtuellen Kraftwerk sorgen wir gleichzeitig für den Ausgleich von Angebot und Nachfrage im Stromnetz. Damit schaffen wir Versorgungssicherheit nicht nur für den einzelnen, sondern für alle“, sagt Christoph Ostermann, CEO von Sonnen.
Durch die Vernetzung der einzelnen Heimspeicher entsteht eine virtuelle Großbatterie. Damit können die Speicher zum Beispiel am Stromhandel teilnehmen und gespeicherten Strom dann abgeben, wenn die Nachfrage und die Preise am höchsten sind. Der Vorteil für das Stromnetz: Durch diesen zusätzlichen sauberen Strom werden die Nachfragepeaks geglättet und das Netz entlastet. Im Gegenzug können die Speicher Energie aufnehmen, wenn zu viel davon vorhanden ist und so ebenfalls das Netz entlasten.
Durch die Teilnahme am Stromhandel oder auch durch Frequenzregulierung erwirtschaften die Speicher zusätzliche Einnahmen, von denen die Haushalte durch kostenlose Energie der ‚Sonnen-Flat‘ profitieren.
Der Bundesstaat Südaustralien setzt stark auf den Ausbau der erneuerbaren Energien. Windkraftanlagen sowie Photovoltaik-Anlagen von Haushalten spielen eine zentrale Rolle. Anfang des Jahres wurde das letzte Kohlekraftwerk des Bundesstaates abgerissen. Erst im vergangenen Jahr hatte das deutsche Unternehmen erfolgreich die ‚Sonnen Flat‘ in Australien eingeführt, die ersten vernetzten Batterien nehmen bereits am Großhandel für Strom teil.

www.sonnen.de
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