Nivus
Optimierte Wasserkraft gegen den Klimanotstand

30.03.2020 Das Europäische Parlament hat Ende 2019 mit großer Mehrheit den Klimanotstand erklärt. Ohne Zweifel eine symbolische Handlung, aber auch ein starkes politisches Signal an Industrie und Wirtschaft mit intelligenten Lösungen gerade im Bereich der Energiewirtschaft Innovationen weiter zu treiben. Im Wandel zur ökologischen Stromerzeugung erfahren Wasserkraftwerke eine wachsende Bedeutung zur Stabilisierung der Smart Grids.

© Foto: Nivus

Ökologische Stromerzeugung

Bereits seit dem 19. Jahrhundert wird die Wasserkraft zur Erzeugung von Strom genutzt. Lange war die Wasserkraft die bedeutendste regenerative Energiequelle, bis sie 2004 von der Windkraft abgelöst wurde.

Neben Windkraft und Photovoltaik trägt die Wasserkraft seit sehr vielen Jahren einen wesentlichen Beitrag zur ökologischen Stromerzeugung bei. Der Vorteil liegt in der CO2-freien, kontinuierlichen und weitestgehend vom Klima unabhängigen Bereitstellung der Leistung. Durch die dezentrale Nutzung der Wasserkraft stabilisiert sie dabei das Netz der regionalen Energieversorgung. Allein im Jahr 2015 konnte durch diese Energieerzeugung ein Ausstoß von etwa 14,5 Millionen Tonnen CO2 in Deutschland eingespart werden! Mit einem Anteil von rund 35 Prozent gehört die Wasserkraft zu den bedeutendsten regenerativen Energiequellen Europas.

Prinzipiell kann zwischen Laufwasser- und Speicherwasser-Kraftwerken unterschieden werden. Während Laufwasserkraftwerke kontinuierlich die Energie des Wassers nutzbar machen, haben Speicherkraftwerke, wie Talsperren oder Pumpspeicherkraftwerke, die Aufgabe eine bedarfsgerechte Stromerzeugung, wie bei erforderlichen Lastspitzen, zu ermöglichen. Dabei ist nach derzeitigem Stand der Technik eine kostengünstige Speicherung der elektrischen Energie im großen Stil lediglich durch Pumpspeicherkraftwerke möglich. Je nach Größe der Anlage leisten Wasserkraftwerke ebenfalls einen Beitrag zur Gewässerregulierung. So dient das Rheinkraftwerk Iffezheim, eines der größten Laufwasserkraftwerke in Europa, neben der Stromerzeugung ebenfalls zur Wasserstandregulierung des Rheins.

Die Wasserkraft steht mit ihrer ausgereiften Technologie, hinter der Biomasse, an zweiter Stelle der weltweiten Nutzung der regenerativen Energieträger.

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