Berliner Wasserbetriebe
Nah an Wasser und Natur – Förderung der Biodiversität

15.11.2019 Rund um die Oberflächenwasseraufbereitungsanlage (OWA) Tegel haben Wildbienen, Tagfalter und Insekten beste Lebensbedingungen. Das Außengelände wurde auf 7.000 Quadratmetern so umgestaltet, dass die Biodiversität bestmöglich gefördert wird. Dafür wurden die Berliner Wasserbetriebe im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

Die Oberflächenwasseraufbereitungsanlage (OWA) Tegel.
© Foto: BWB
Die Oberflächenwasseraufbereitungsanlage (OWA) Tegel.

Die OWA Tegel reinigt seit 1985 das Wasser des Nordgrabens und des Tegeler Fließes und trägt damit entscheidend zur Erhaltung des Tegeler Sees als Naherholungsgebiet und Rückzugsraum für Tiere und Pflanzen bei. Seit 2018 bietet das Gelände der OWA selbst einen solchen Rückzugsraum. Die Berliner Wasserbetriebe haben rund 7.000 m2 des Geländes umgestaltet, um die biologische Vielfalt zu fördern. Dazu wurden Flächen umgestaltet und heimische Pflanzen wie Wiesen-Salbei, Vogelwicke, Graukresse und Leimkraut angesiedelt. Eine Düne wird zur wertvollen Sandtrockenrasenfläche. Auf dem ganzen Gelände finden Insekten und Wildbienen Lebensraum.

Naturnahe Trinkwassergewinnung

"Der Schutz der Umwelt und die Förderung von Biodiversität liegt quasi in der DNA der Wasserbetriebe", sagt Vorstandschef Jörg Simon. "Denn wir bewirtschaften in Berlin einen lokalen, nachhaltigen Wasserkreislauf, aus dem wir unser Trinkwasser naturnah gewinnen. Ein Schutz der natürlichen Ressourcen entspricht außerdem unserer Verantwortung als Landesunternehmen."

"Die Berliner Wasserbetriebe haben hier ein Leuchtturm-Projekt geschaffen", lobt Umweltstaatssekretär Stefan Tidow anlässlich der Übergabe der Auszeichnung. "Mit der naturnahen Umgestaltung ist das Gelände zu einer Arche für seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten geworden. Es ist ein wertvoller Lebensraum für Wildbienen und andere Bestäuber, die hier Nahrung und Nistmöglichkeiten vorfinden."

Um den weltweiten Rückgang biologischer Vielfalt aufzuhalten, haben die Vereinten Nationen das Jahrzehnt von 2011 bis 2020 zur UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen. Die Dekade unterstützt die Ziele und weltweiten Aktivitäten der Konvention über die Biologische Vielfalt (CBD), die in Deutschland in der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt verankert sind.

Lebensräume in der Großstadt

Die Umgestaltung des OWA-Geländes wurde durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert. Das Projekt haben Heinz-Sielmann-Stiftung, Bodensee-Stiftung und Global Nature Fund durchgeführt.

Die Berliner Wasserbetriebe bewirtschaften rund 270 Grundstücke. Zusammen mit den Wasserschutzgebieten, die etwa ein Viertel des Stadtgebiets umfassen, sind sie als Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten inmitten der Großstadt und für ein ausgewogenes Stadtklima unverzichtbar.

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