5. Mühlheimer Wasseranalytisches Seminar
Wasseranalytik live

04.10.2022 Das 5. Mülheimer Wasseranalytische Seminar fand am 14. und 15. September 2022 in der Stadthalle Mühlheim statt. Das wissenschaftliche Programm wurde ein großer Erfolg.

Die Poster-Preisträger 2022 (v. l. n. r.): Dr. Eliane Frimmersdorf (Shimadzu), Melanie Voigt (Hochschule Niederrhein), Max Reuschenbach, Katharina Klein (beide IAC Uni DuE)
© Foto: IWW Zentrum Wasser
Die Poster-Preisträger 2022 (v. l. n. r.): Dr. Eliane Frimmersdorf (Shimadzu), Melanie Voigt (Hochschule Niederrhein), Max Reuschenbach, Katharina Klein (beide IAC Uni DuE)

Rund 220 teilnehmende Analytiker diskutierten zwei Tage lang über neueste analytische Themen und Ergebnisse. In diesem Jahr konnte die Tagung in der Stadthalle Mülheim wieder normal ohne Einschränkungen stattfinden, was für alle Teilnehmenden sehr angenehm war. Netzwerken und sich von Angesicht zu Angesicht auszutauschen ist einfach unersetzbar.

Begleitet wurde das mit aktuellsten Themen gespickte Vortragsprogramm von einer sehr gut besuchten Fachmesse und einer umfangreichen Posterausstellung. Mit 16 Vorträgen und den wissenschaftlichen Postern setzte die Konferenz wieder einen Fokus auf die aktuellen Herausforderungen und Ergebnisse der Wasseranalytik. Dabei standen die Themengebiete Hochauflösende MS (HR-MS),  Perfluorchemikalien (PFAS), Molekularbiologische Methoden und das DVGW-Projekt QUOVADIS-Lab (Zukunftsprogramm Wasser) besondere im Fokus und bildeten interessante Schwerpunkte.

Im Schwerpunktblock PFAS wurde intensiv aus allen Blickrichtungen diskutiert. Neben den toxikologischen und regulatorischen Aspekten, die von Alexander Eckhardt vom Umweltbundesamt dargestellt wurden, sind insbesondere die analytischen, aufbereitungstechnischen sowie die Aspekte der Betroffenheit der Wasserversorgung intensiv beleuchtet worden. Im Auditorium herrschte Einigkeit, dass die PFAS eine herausragende Rolle im Kontext der neuen Trinkwasserverordnung 2023 sowie beim Verbraucherschutz einnehmen werden.

Der von der Fa. Shimadzu gestiftete Preis für die besten wissenschaftlichen Poster ging an drei  Forschergruppen der Fachhochschule Niederrhein in Krefeld und der Instrumentellen Analytischen Chemie der Universität Duisburg-Essen (IAC Uni DuE) zu gleichen Teilen. Der Beitrag der Gruppe um Max Reuschenbach widmete sich beispielsweise der Entwicklung eines Datenqualitäts-Scores für die Charakterisierung der Verlässlichkeit von Ergebnissen der Non-Target-Analytik. Digitalisierung und Data Science gewinnen erfreulicherweise immer mehr an Bedeutung, was an dieser Stelle durch die Jury gewürdigt wurde.

Wer an den Vorträgen interessiert ist, sollte Sie sich an das Tagungsteam (mwas@iww-online.de) wenden.

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