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Erster Allokationsbericht für Grüne Bundeswertpapiere

21.04.2021 Der Bund hat am 20. April 2021 den ersten Allokationsbericht für die 2020 emittierten Grünen Bundeswertpapiere veröffentlicht. Der Green bond allocation report 2020 informiert Investorinnen und Investoren über Ausgaben aus den Umwelt- und Klimaschutzprogrammen der Bundesregierung.

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In dem Bericht werden als "grün" anerkannte Ausgaben des Bundeshaushalts 2019 aufgelistet und den Emissionserlösen der 2020 begebenen Grünen Bundeswertpapiere in Höhe von 11,5 Mrd. Euro zugeordnet (Allokation). Den Emissionserlösen stehen anrechenbare grüne Ausgaben des Haushaltsjahres 2019 in Höhe von insgesamt 12,3 Mrd. Euro gegenüber.

Um den Nachhaltigkeitsgedanken auch im Finanzmarkt zu stärken, wurde mit dem Klimaschutzprogramm 2030 auch die Emission von Grünen Bundeswertpapieren beschlossen. Wie konventionelle Bundesanleihen sind die Grünen Bundeswertpapiere ein Instrument zur Kreditaufnahme des Bundes und haben die gleichen Merkmale - daher werden sie auch als "Grüne Zwillinge" bezeichnet. Ihnen werden Haushaltsausgaben zugeordnet, die einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten.

Die Finanzagentur hatte für den Bund im September 2020 die erste zehnjährige Grüne Bundesanleihe und im November 2020 die erste fünfjährige Grüne Bundesobligation an den Markt gebracht. Das Emissionsvolumen der zehnjährigen Grünen Bundesanleihe betrug 6,5 Mrd. Euro, das der fünfjährigen Grünen Bundesobligation fünf Mrd. Euro.

Gemäß dem Rahmenwerk für Grüne Bundeswertpapiere vom 24. August 2020 hat das aus Bundesministerium der Finanzen (Vorsitz), Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie der Finanzagentur bestehende Kernteam grüne Ausgaben auf Basis der Vorschläge einer interministeriellen Arbeitsgruppe und unter Berücksichtigung etablierter internationaler Marktstandards ausgewählt und den Emissionserlösen des folgenden Jahres zugeordnet. Das Kernteam Grüne Bundeswertpapiere und die interministerielle Arbeitsgruppe wurden vom Bundesfinanzminister auf der Grundlage des Kabinettsbeschlusses zur Verabschiedung des Klimaschutzprogramms 2030 ins Leben gerufen.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte hat eine externe Prüfung der Allokation vorgenommen und die Zuordnung der Emissionserlöse zu den grünen Ausgaben bestätigt (sogenannte "Third Party Verification").

Der Bund wird dem Rahmenwerk folgend künftig auch über die Wirkung der grünen Ausgaben auf Umwelt und Klima berichten. Der Wirkungsbericht wird, bezogen auf die grünen Haushaltsausgaben 2019 beziehungsweise die im Jahr 2020 emittierten Grünen Bundeswertpapiere, voraussichtlich erstmals Mitte 2022 veröffentlicht werden.

Der Bund beabsichtigt, aktiv zur Weiterentwicklung des Markts für nachhaltige Staatsanleihen beizutragen. So haben BMF und Finanzagentur bereits angekündigt, im Mai 2021 die erste Grüne Bundesanleihe mit 30-jähriger Laufzeit auf den Markt zu bringen. Dadurch wird eine grüne Renditekurve entstehen, an der Anleger für die gängigsten Bundeswertpapiere auch die zugehörigen "grünen Renditen" ablesen können und so eine Vergleichsmöglichkeit zwischen grünem und konventionellem Wertpapier haben. Dies stärkt den Sustainable-Finance-Markt weiter und etabliert den Bund auch im grünen Marktsegment als Benchmark-Emittenten. Auch festigt es die Stellung Deutschlands als bedeutendem Sustainable-Finance-Standort.

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