Hoffnungszeichen | Sign of Hope e.V.
Weltumwelttag

02.06.2021 Zum Weltumwelttag am 5. Juni macht Hoffnungszeichen | Sign of Hope e.V. auf Umweltskandale aufmerksam, die weitgehend unbeachtet bleiben.

Opfer der Bleivergiftung: der 6-jährige Chrisker und seine Mutter.
© Foto: Hoffnungszeichen | Sign of Hope e.V.
Opfer der Bleivergiftung: der 6-jährige Chrisker und seine Mutter.

„In Weltgegenden, über die die Medien selten berichten, wird allzu oft die Umwelt nahezu unbeachtet von der Weltöffentlichkeit in unglaublichem Maße verseucht“, erklärt anlässlich des Weltumweltta-ges Reimund Reubelt, Erster Vorstand von Hoffnungszeichen, der Organisation für Menschenrechte, humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit. „Ein Beispiel ist die dramatische Bleiverseuchung in Sambia in der Umgebung von Kabwe.“ Bergbau habe die Region in eine „vergiftete Zone“ verwan-delt. Viele Menschen erkranken aufgrund der hohen Schwermetallbelastung. Auch die Familie von Simon Mwila (46) ist betroffen: „Immer wieder waren wir mit unserem Sohn Chrisker in der Klinik. Wir sahen ja, dass etwas nicht stimmte, dass er krank war, keinen Appetit hatte, stiller wurde. Doch die Medikamente, die man ihm verschrieb, konnten wir oft nicht bezahlen.“

Kabwe gehört zu den am stärksten verschmutzten Städten der Welt. Die Bleikontamination über-steigt hier den empfohlenen Grenzwert der Weltgesundheitsorganisation teilweise um das 15-fache. Über 50.000 Menschen sind betroffen. Die lokale Gesundheitsbehörde hat die Bevölkerung auf Blei-vergiftung getestet, und dabei wurde auch die Erkrankung des 6-jährigen Chriskers erkannt. Blei kann das Nervensystem schädigen, die Blutbildung beeinträchtigen und zu Magen-Darm-Beschwerden und Nierenschäden führen. Bei Kindern kann es zu Apathie, geistigen und körperlichen Entwicklungsstö-rungen und Lernschwäche kommen.

„Auf das Schicksal von Kindern wie Chrisker wollen wir am Weltumwelttag aufmerksam machen“, be-tont Reimund Reubelt. „Und wir wollen helfen. Mit humanitären Hilfsmaßnahmen und Menschen-rechtsarbeit setzen wir uns dafür ein, die Gesundheits-, Bildungs- und Zukunftschancen von Chrisker und von anderen betroffenen Kindern zu stärken.“ Unter Einbeziehung der lokalen Gesundheitsbe-hörden unterstützt Hoffnungszeichen die Behandlung erkrankter Kinder und eröffnet Jugendlichen alternative Einkommensmöglichkeiten, damit sie nicht mehr ungeschützt in Abraumhalden der Berg-werke nach Erz wühlen, um ein paar Cent zu verdienen. „Als Christ ist es mir ein Anliegen, diesen Menschen zu helfen“, so Reubelt. „Es geht uns um menschenwürdige Lebensbedingungen und unsere Verantwortung für die Bewahrung einer sauberen und lebenswerten Umwelt – und zwar weltweit.“

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