Kommunale Brachen
Das Sonder-Förderprogramm zur Mobilisierung von Brachflächen wurde um zwei Jahre verlängert

06.07.2018 Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen hat die Laufzeit für das Brachflächenmobilisierungsprogramm des AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung um zwei Jahre verlängert.

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz von NRW verlängerte sein Brachflächenmobilisierungsprogramm.
© Foto: M. Boeckh
Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz von NRW verlängerte sein Brachflächenmobilisierungsprogramm.

 Kommunen, die über entsprechend geeignete Brachflächen verfügen, können diese weiterhin beim AAV anmelden.

Seit Start des Sonder-Förderprogramms „Identifizierung und Mobilisierung von Brachflächen für Flüchtlingsunterkünfte und für dauerhaften Wohnraum“ wurden acht Projekte in das Programm aufgenommen, die durch den AAV aufbereitet und anschließend einer neuen Nutzung als Wohngebiet zugeführt werden sollen. Mit den Kommunen Eschweiler und Sendenhorst wurden bereits öffentlich-rechtliche Vereinbarungen abgeschlossen, sodass auf diesen Standorten noch in diesem Jahr Untersuchungen und Planungsleistungen vergeben und durchgeführt werden können:

  • In Eschweiler geht es um eine unweit des Innenstadtkerns gelegene, ca. 8.700 m2 große Brachfläche eines ehemaligen Zinkwalzwerks. Die Stadt Eschweiler plant, die Brachfläche und den sich nördlich daran anschließenden Sportplatz zu einem verdichteten Wohnquartier mit einem Anteil an gefördertem Wohnraum zu entwickeln. Das bis 1921 auf der Fläche betriebene Zinkwalzwerk wurde in den 1960-er Jahren bodengleich abgebrochen, sämtliche unterirdische Bauwerksteile verblieben dabei im Untergrund und wurden lediglich überschüttet. Der AAV bereitet die Fläche soweit auf, dass eine Wohnfolgenutzung realisiert werden kann. Hierbei werden Bodenaustauschmaßnahmen sowie nach Bedarf ein Abbruch unterirdischer Bauwerksteile vorgenommen.
  • Bei der Fläche in Sendenhorst handelt es sich um das gut 4.000 m2 große und etwa 500 m südlich des Ortskerns gelegene Areal einer ehemaligen städtischen Kläranlage. Diese wurde etwa 1990 stillgelegt, die aufstehenden Anlagen (Tropfkörper, Becken etc.) sind jedoch noch immer vorhanden und standen einer Entwicklung der ansonsten für Wohnzwecke gut geeigneten Fläche bisher im Wege. Der AAV wird die Anlagenteile rückbauen bzw. entfernen und entsorgen sowie die entstandenen Baugruben nach Stand der Technik verfüllen, sodass die Stadt Sendenhorst das Gelände danach erschließen und mit einer dauerhaften, bezahlbaren Wohnfolgenutzung bebauen kann. Ersten Planungsüberlegungen zufolge soll eine Mischung aus Geschosswohnungsbauten und kompakten Reihenhausstrukturen realisiert werden.

Mit dem Start der baulichen Aufbereitungsmaßnahmen auf beiden Flächen wird im ersten Quartal 2019 gerechnet. Sechs weitere Projekte in den Städten Krefeld, Hemer, Bergneustadt, Bochum, Netphen und Schmallenberg wurden bereits von den AAV-Gremien zur Durchführung beschlossen und befinden sich nun in unterschiedlichen Stadien der Vorbereitung und Abstimmung mit den Kommunen.
Anmeldung

Informationen über das Programm und seine Aufnahmekriterien sowie sonstige Hinweise zur Anmeldung finden sich im Internet unter www.aav-nrw.de. Dort befindet sich auf der Startseite direkt ein Link zum Projekt. Ein Faltblatt mit den wichtigsten Informationen steht hier ebenfalls zum Download bereit. Kommunen, die geeignete Flächen haben, können sich zur Beratung auch direkt an die zuständigen Ansprechpartner beim AAV wenden:

Julian Mainzer Lina Schleiden
Telefon: 02324 / 5094-39 Telefon: 02324 5094-44
j.mainzer@aav-nrw.de




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