Öko-Umbau von Großstädten
Paris gibt weniger Gas

12.10.2021 Städte verbrauchen mehr als zwei Drittel der weltweiten Energie und sind für mehr als 70 Prozent der globalen Kohlendioxidemissionen verantwortlich.

Radlerparadies Paris: Diesel- und Benzinfahrzeuge sind auf dem Rückzug.
© Foto: Pixabay
Radlerparadies Paris: Diesel- und Benzinfahrzeuge sind auf dem Rückzug.

UN-Generalsekretär António Guterres hat die entscheidende Rolle der Städte bei der Bewältigung der Klimakrise erkannt und erklärt, dass in den Städten "die Klimaschlacht größtenteils gewonnen oder verloren werden wird".

Jetzt wurde Paris (2,15 Mio. Menschen, Großraum knapp 13 Mio.) bei den ‚UN Global Climate Action Awards‘ als einer von 3 Climate Leaders ausgezeichnet, denn der 3. Pariser Klimaplan, von 2018, legt fest, dass die Metropole die lokalen Emissionen um 100 Prozent reduziert. Das bedeutet eine Verringerung des CO2-Abdrucks um 80 Prozent, verglichen mit 2004.

Hunderte von Maßnahmen sollen das Erreichen der Kohlenstoffneutralität im Jahr 2050 ermöglichen: darunter thermische Sanierung von Gebäuden, erneuerbare Energieversorgung, öffentlicher, aktiver und sauberer Verkehr, Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Lebensmittel, Entwicklung von Finanzierungsinstrumenten. 

Beispiele: Bis 2030 sollen 20 Prozent der Pariser Dächer mit Solartechnik ausgestattet werden. Wer sich gegenwärtig in Paris aufhält, registriert den enormen Anstieg der Radfahrer:innen. Im Kernbereich radeln zahllose Pariser:innen auf grünen Leihbikes durch die Stadt. Ziel ist es, die Stadt zu 100 Prozent per Bike befahrbar zu machen. 

Zu den wichtigsten Verpflichtungen der Stadt gehört dabei der Ausstieg aus der Mobilität mit Dieselmotoren bis 2024 und aus den Benzinmotoren bis 2030. Die Stadt plant weiter, den Umbau des Wärmenetzes zu beschleunigen, um bis 2030 einen Anteil von 75 Prozent an erneuerbaren Energien zu erreichen.

 

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