Abscheideranlagen
GET setzt auf Sicherheit beim Einbau

05.09.2018 Wenn Abscheideranlagen nicht richtig funktionieren oder defekt sind, ist dies oft ein Ergebnis von fehlerhaftem Einbau.

Der GET-Fachbereich „Einbau von Abscheideranlagen“ hat einen neuen Kompakt-Flyer vorgelegt.
© Foto: GET
Der GET-Fachbereich „Einbau von Abscheideranlagen“ hat einen neuen Kompakt-Flyer vorgelegt.

Die Folgen sind meist teuer: Hohe Sanierungskosten, Regressforderungen, Umweltschäden und Störungen von betrieblichen Abläufen. Abscheideranlagen gibt es als Fettabscheider in der Gastronomie und im Nahrungsmittelbereich, bzw. als Leichtflüssigkeitsabscheider z.B. bei Tankstellen, Waschstraßen und in vielen Industriebetrieben. In beiden Fällen sorgen sie für die betriebliche Vorreinigung von gewerblichem Abwasser.  Sie schützen das öffentliche Kanalnetz vor Verstopfung – beispielsweise durch Fette - und vor wassergefährdenden Stoffen – wie z.B. Benzin, Diesel oder andere Öle und Schmierstoffe.
Öl- und Fettabscheider werden vielfach ähnlich wie Schachtanlagen als Fertigteile im Erdreich eingebaut, erfordern aber weit mehr Knowhow. Für die Abscheideranlagen und ihren Einbau gelten besondere Vorschriften und Normen. So ergibt sich z. B. aus den Normen DIN EN 858-2, 1825-2; DIN 1999-100, 4040-100 folgendes:

              Abscheideranlagen müssen besonders dicht eingebaut werden.

              Der Schachtaufbau muss bei Abscheideranlagen nach besonderen Grundsätzen ausgeführt sein, um geregelte Anforderungen für Kontrollen, Wartungen und Generalinspektionen sicherzustellen.

              Leichtflüssigkeitsabscheider müssen überhöht eingebaut werden – als Schutz gegen den Austritt von Leichtflüssigkeiten.

              Fettabscheider und Leichtflüssigkeitsabscheider sind objektspezifisch unterschiedlich gegen Rückstau aus dem Kanal zu sichern.

              Zusätzlich gelten für den Einbau von Abscheideranlagen weitere, besondere Anforderungen - weit mehr und anders als bei herkömmlichen Schachtanlagen der Schmutz- und Regenwasserkanalisation.

In jedem Fall können Anforderungen aufgrund kommunaler Abwassersatzungen zu den oben aufgeführten Normen hinzukommen. Die Anforderungen an den Einbau von Abscheideranlagen sind deutlich komplexer als an den Einbau von normalen Schachtanlagen. Baufirmen, die Abscheideranlagen einbauen, müssen die besonderen Einbau-Anforderungen und die neuralgischen Punkte beim Einbau genau kennen. Nur wenn die Regelwerke und Gesetze eingehalten werden, ist die Abscheideranlage abnahmefähig und langfristig sicher.

„Die GET empfiehlt Baufirmen, die erfolgreich, vorschriftsmäßig und fachgerecht einbauen wollen, entsprechendes Knowhow und Erfahrung zu erwerben und vorzuhalten“, sagt Ulrich Bachon von der GET-Geschäftsstelle. „Insbesondere können sie ihre spezielle Qualifikation mit einem anerkannten Qualitäts- und Gütesiegel nachweisen.“ Zu diesem Thema gründet die GET gerade einen neuen Fachbereich. Zusammen mit Vertretern aus Tiefbauunternehmen und Abscheider-Fachkundigen formuliert man Ansätze und Grundlagen für eine Qualifizierung. Das Ziel ist die Vergabe eines RAL Gütezeichens „Zertifizierte Baufirma fachgerechter Einbau von Abscheideranlagen“ für qualifizierte Einbaufirmen.

Mit einem Qualitäts- und Gütezeichen können Bauunternehmen die besondere fachliche Eignung beim Einbau von Abscheideranlagen nachweisen. Auftraggeber und Planer können schnell entscheiden, da sie Gewissheit haben, dass die Betriebsaufnahme und der dauerhafte Regelbetrieb der neuen Anlage reibungslos funktionieren.

www.get-guete.de

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