Abwassermonitoring
Vermicon weist jetzt auch Influenzaviren nach
Das Abwassermonitoring könne zuverlässige Daten zu einer Vielzahl von chemischen und biologischen Parametern liefern, die als Teil der abwasserbasierten Epidemiologie zur Unterstützung der öffentlichen Gesundheit eingesetzt werden könnten, so Vermicon. Zudem sei die flächendeckende Ermittlung von Infektionsverläufen im Abwasser wesentlich präziser, schneller und preisgünstiger als medizinische personenbezogene Einzeltestungen.
Nachweis ist eine herausfordernde Aufgabe
Der Nachweis von pathogenen Mikroorganismen und Viren ist eine herausfordernde Aufgabe. Die Zusammensetzung des Abwassers ist komplex und die Einflüsse im Kanalnetz zahlreich. Die auf Abwasser-Mikrobiologie spezialisierte Vermicon AG arbeitet daher beim Monitoring mit der HPC AG zusammen, die sich auf die Qualitätssicherung von Kanalsystemen spezialisiert hat. Im Sommer hatten die beiden Unternehmen bereits ein robustes und hochspezifisches Nachweissystem für SARS-CoV-2 im Abwasser und in den angeschlossenen Kanalsystemen entwickelt und erfolgreich etabliert.
„Mit einem im Hintergrund arbeitenden abwasserbasierten epidemiologischen Frühwarnsystem können Erreger zuverlässig und objektiv überwacht werden. Die generierten Daten vermitteln ein realistisches und unaufgeregtes Bild des aktuellen Infektionsgeschehen. Sie unterstützen das öffentliche Gesundheitsmanagement und sind wie ein Blick in die Zukunft“, sagte Vermicon-Chef Jiri Snaidr, der selbst Mikrobiologe ist. „Mit dem Parameter Influenza ist unser System noch leistungsstärker geworden. Es ist ein weiterer Schritt in eine nahe Zukunft, wo auf den Einsatz von umweltschädlichen und belastenden Schnelltests vollständig verzichtet werden kann.“