BDEW
Klimawandel erfordert verstärkten Wasserressourcen-Schutz

16.06.2020 Zu den Folgen des Klimawandels für die Wasserversorgung erklärt Mar-tin Weyand, BDEW-Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser:

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„Der Klimawandel stellt auch die Wasserwirtschaft vor neue Herausfor-derungen. Eine Analyse zur Trinkwasserbereitstellung in 2018 und 2019 zeigt allerdings, dass von einer Trinkwasserknappheit in Deutschland auch in Dürreperioden keine Rede sein kann. Jedoch hat die bei Hitze regional und temporär stark steigende Nachfrage nach Wasser verein-zelt lokale Ressourcen und technische Infrastruktur, wie Pumpen und Leitungen ausgelastet. Wichtig wäre es daher, Ersatzwasserkonzepte (wie Lieferungen von benachbarten Wasserversorgern mit Verbundsys-temen, tiefere Brunnenanalgen, Ausweitung der Wasserrechte) in den Kommunen vorzuhalten. Zudem sollte der Trinkwasserversorgung der Bevölkerung klare Priorität gegenüber der landwirtschaftlichen Nutzung von Wasserressourcen eingeräumt werden. Trinkwasser ist für den Menschen nicht ersetzbar.

Mit Blick auf Hitzeperioden wird es zudem immer wichtiger, die Grund-wasserqualität zu sichern. Je weniger Wasserressourcen verschmutzt werden, desto mehr Grundwasser steht zur Verfügung. Die Bundesre-gierung muss daher jetzt endlich die EU-Nitratrichtlinie vollumfänglich in nationales Recht umsetzen, um so der steigenden Nitratbelastung ins-besondere durch den Gülleeinsatz in der Landwirtschaft Einhalt zu ge-bieten.“
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