Eko-Plant
Spatenstich zur Klärschlammveredelung in Kalefeld

27.12.2019 Mit einem Spatenstich startete Mitte Dezember 2019 der Bau der neuen Klärschlammvererdungsanlage in der Gemeinde Kalefeld. Mit dabei waren der Bürgermeister der 6.300 Einwohner zählenden Gemeinde, Jens Meyer, sowie Volker Hübchen vom Bauamt.

Manfred Gropengießer, Volker Hübchen (Bauamt), Gemeindebürgermeister Jens Meyer, Karl-Toni Zöller (Eko-Plant), Cornelia Lüdecke (Ingenieurbüro), Ralf Breitenbach (Gebr. Gropengießer) und Stefan Rehfus (Eko-Plant) beim Spatenstich. (v.l.n.r.).
© Foto: Herma Niemann
Manfred Gropengießer, Volker Hübchen (Bauamt), Gemeindebürgermeister Jens Meyer, Karl-Toni Zöller (Eko-Plant), Cornelia Lüdecke (Ingenieurbüro), Ralf Breitenbach (Gebr. Gropengießer) und Stefan Rehfus (Eko-Plant) beim Spatenstich. (v.l.n.r.).

Von der Firma Eko-Plant, die die Detailplanung der Anlage vorgenommen hat, nahmen die Geschäftsführer Stefan Rehfus und Vertriebsingenieur Karl-Toni Zöller an der Veranstaltung teil. Ebenso dabei waren Vertreter des Ingenieurbüros Lüdecke, verantwortlich für die Vorplanung und Ausschreibung, und Vertreter der Bauunternehmung Gebr. Gropengießer.

Kernstück der neuen, 1,2 Millionen Euro teuren Anlage sind drei Schilfbeete auf einer Gesamtfläche von 14.000 Quadratmetern. In diese Beete wird künftig ganzjährig der Nassschlamm aus der Kläranlage Kalefeld eingeleitet, der bei der Aufbereitung der Gemeinde-Abwässer anfällt und bis zu 99 % Wasser enthält. Die Steuerung und Überwachung der Anlage, deren Betriebs- und Energiekosten sehr niedrig liegen, erfolgt vollautomatisch.

Mineralisierung der Feststoffe

In den Beeten entziehen die Schilfpflanzen dem Schlamm einen Teil des Wassers durch Verdunstung, der andere Teil sickert durch die Wurzelschicht und wird zur Kläranlage zurückgeleitet. Die Feststoffe des Schlamms verbleiben dagegen in der Wurzelschicht, wo sie mit Hilfe von Mikroorganismen mineralisiert werden. Im Sommer wächst das Schilf bis zu einen Zentimeter pro Tag.

Das naturnahe Verfahren, das ganz ohne chemische Zusatzstoffe auskommt, verringert so die Schlammmenge um mehr als 90 %. Alleine dadurch und verbunden mit dem deutlich geringeren Stromverbrauch ist die CO2-Bilanz dieses Systems hervorragend.

Nach sieben bis acht Jahren Betrieb wird eines der Beete mit einer Ruhephase versehen, in der der enthaltene Schlamm weiterhin stark entwässert und abgebaut wird. Die bei der anschließenden Räumung anfallende Klärschlammerde lässt sich flexibel verwerten. Landwirte können sie als organisches und phosphorhaltiges Düngemittel nutzen. Sie kann aber genauso gut in Verbrennungsanlagen entsorgt werden. Nach der Räumung steht das jeweilige Beet erneut der Klärschlammvererdung zur Verfügung. 

Fachliche Unterstützung

Die Betreuung der Anlage in Kalefeld übernimmt in den kommenden fünf Jahren die Firma Eko-Plant. Sie garantiert kompetente fachliche Unterstützung, schult die Kläranlagenmitarbeiter und weist Sie in das System ein.

Bisher entwässerte die Gemeinde Kalefeld ihren Nassschlamm mit einer in die Jahre gekommenen Siebbandpresse. Dabei mussten große Mengen an Zusatzstoffen (Kalk und Polymere), viel Strom und Arbeit eingesetzt werden. Auch die Verwertung in die Landwirtschaft gestaltete sich nicht mehr so einfach wie in den vorangegangenen Jahren. Die neue Technik entspannt das Vorgehen und den Gesamtaufwand erheblich. Im Umkreis von 40 km um Kalefeld werden seit mehreren Jahren bereits fünf dieser Anlagen betrieben.

www.eko-plant.de
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