Evides Industriewater
Mit der zentralen Abwasserbehandlung im Betreibermodell Kosten senken

30.06.2020 Die abwasserproduzierende Industrie ist mit immer strengeren Vorschriften bezüglich der Einleitung in Gewässer sowie der Eigenkontrolle ihrer Behandlungsanlagen konfrontiert. Neben oftmals erheblichen Investitionen, die für den Ausbau und die Erneuerung veralteter Anlagen erforderlich sind, muss auch entsprechend geschultes Personal vorgehalten werden. Um sich auf das Kerngeschäft konzentrieren zu können, sind Betreibermodelle eine interessante Lösung zu attraktiven Konditionen.

© Foto: Evides Industriewater Deutschland GmbH
Evides Industriewater betreibt in den Niederlanden drei zentrale Industriekläranlagen, in die unterschiedlichste Firmen an den jeweiligen Standorten ihre Abwässer einleiten. Neben den Scaling - Effekten, die den Bau und Betrieb einer Kläranlage bei zunehmender Größe kostengünstiger machen, ergeben sich vielfach Synergien aufgrund der Zusammensetzung der verschiedenen Abwässer.

Neben der Kläranlage des internationalen Flughafens von Amsterdam, Schiphol, den zentralen Kläranlagen in den Industriegebieten von Sloe bei Vlissingen und im Hafen von Delfzijl, steht die von Evides Industriewater initiierte zentrale Abwasserbehandlungsanlage im Rotterdamer Hafen kurz vor der Fertigstellung. Das Projekt umfasst Bau, Finanzierung und langfristigen Betrieb einer neuen Industriekläranlage sowie Kanalisation, an die verschiedene Unternehmen aus dem Rotterdamer Hafen angeschlossen werden. Die Anlage ersetzt die vorhandene, veraltete und überlastete Kläranlage und hat eine Reinigungskapazität von 100.000 EGW im Endausbau. Sie wird zunächst mit einer Kapazität von 50.000 EGW für die unter Vertrag genommen Industriekunden in Betrieb gehen und für Neukunden sowie steigende Abwassermengen sukzessive auf 100.000 EGW erweitert.

Durch den Einsatz neuester Technologien und optimierter Verfahrenskombinationen werden höchste Anforderungen an die Einleitqualität bei geringem Platzbedarf erreicht. Die gemeinsame Behandlung der sehr unterschiedlichen und einseitig belasteten Abwässer bietet viele Vorteile. Für ein ausgewogenes Nährstoffverhältnis müssen zumeist keine externen Substanzen zugegeben werden, was die Betriebskosten erheblich reduziert. Die angeschlossenen Unternehmen müssen sich nicht um eigene Kläranlagen kümmern sowie in Erneuerungen, Sanierung und Betrieb investieren und können sich damit auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.
Die neue zentrale Industriekläranlage mit großen Ausbaureserven trägt als wichtiger Standortfaktor zu einer nachhaltigen, wettbewerbsfähigen Entwicklung des Industriegebietes Rotterdamer Hafen bei. Neuansiedler müssen nicht in eigene Abwasseranlagen investieren und können zudem auch Serviceleistungen für die Lieferung von VE- und Prozesswasser in Anspruch nehmen.

https://www.evidesindustriewater.nl
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