GKD auf der Aquatech
Qualifiziertes Gewebe

23.11.2021 Traditionell ist die Aquatech dies global führende Messe der Wasserwirtschaft und damit ein wichtiger Treffpunkt von Anwendern und Herstellern. Mit den Produktfamilien der Optimierten Tressengewebe (OT) und Porometric-Gewebe präsentierte GKD in diesem Rahmen in der Praxis vielfach bekannte Lösungen für die Aufbereitung von Prozess-, Ballast- und Abwasser.

Glashybridgewebe von GKD: erfolgreiche Präsentation in Amsterdam.
© Foto: GKD
Glashybridgewebe von GKD: erfolgreiche Präsentation in Amsterdam.

Die spezifische Konstruktion dieser Gewebefamilien ermöglicht hohe Schmutzaufnahmekapazität, niedrigen Durchflusswiderstand und einfache Regenerierbarkeit. Optimierte Tressengewebe aus Edelstahl sind eine einlagige Gewebekonstruktion mit kleinen schlitzartigen Poren an der Oberfläche und größeren Poren im Gewebeinneren. Durch ihre definierte Porengeometrie, exakte Abscheideraten und hohe Permeabilität sind sie in der Feinfiltration von Abwässern ein effizientes Arbeitsmittel. In der industriellen und kommunalen Mikrosiebung erreichen sie bei einer geometrischen Porengröße von 5 μm hohen Durchfluss und geringe Verblockungsneigung. Das dreidimensionale Hochleistungsgewebe Porometric aus Edelstahl bietet durch seine offene, rippenförmige Bindung eine um 30 Prozent größere freie Filterfläche und bis zu 40 Prozent mehr Durchfluss als Flachgewebe. Mit einer offenen Fläche von bis zu 90 Prozent erzielt dieser Gewebetyp hohe Ergebnisse in Abscheideleistung, Schmutzaufnahmekapazität und Abreinigung. Neben dem geringeren Flächengewicht trägt auch der verringerte Energie- und Platzbedarf zur wirtschaftlichen Filtration großer Volumina bei. Nachhaltige Effizienz und mechanische Robustheit qualifizieren beide Gewebefamilien für anspruchsvolle Aufgaben in der großtechnischen Wasseraufbereitung.

Patentierte Lösungen zur Analytik von Belastungen durch Mikroplastik im Wasser waren ein weiterer Schwerpunkt. Ob für Laboranwendungen oder zur Analyse von Sickerwasser: Mit dem Mikrofiltertiegel und einem Korb mit integrierter Siebkaskade zur fraktionierten Probenahme hat GKD zwei Verfahrenslösungen entwickelt, die Interessenten aus unterschiedlichen Branchen an den Messestand führten. Der Filtertiegel aus Edelstahl ist Filter und Probenträger zugleich. Dadurch erleichtert er nicht nur die Probenvorbereitung, sondern minimiert auch Partikelverlust oder Kontamination. Verbesserte Analysegenauigkeit und deutliche Zeitersparnis bei Laboruntersuchungen sind weitere Produkteigenschaften. Der Probenahmekorb kann modular mit sechs Siebpfannen mit unterschiedlichen Porenöffnungen bestückt werden. Zur DIN-konformen Fraktionierung der Partikelfrachten wird die so entstandene Siebkaskade in einen gängigen Rüttelturm eingesetzt.

Die Bandbreite der Lösungsansätze zur Dekarbonisierung der Industrie auf Basis gewebter Filtermedien aus Metall führte zu zahlreichen Fachgesprächen. Anhand konkreter Anwendungsbeispiele diskutierten die Filtrationsexperten vielfältige Aufgabenstellungen und mögliche Lösungswege mit Vertretern aus Industrie und Forschung.  

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