Längere Lebensdauer für Entwässerungssysteme
Basalt im Beton

01.10.2021 Mit dem neuen Zuschlagstoff Basaltfaser verbessert Hauraton die Eignung und die Lebensdauer von Beton in Entwässerungssystemen.

Der Faseranteil aus Basalt ist in den Abwasserleitungen gut zu erkennen.
© Foto: Hauraton
Der Faseranteil aus Basalt ist in den Abwasserleitungen gut zu erkennen.

Beton kann hohe Druckspannungen, aber nur geringe Zugspannungen aufnehmen. Deswegen übernehmen  Stahleinlagen (Bewehrung) in den Zugzonen die Spannungsaufnahme.

Das Beimischen von mineralischen oder textilen Fasern dagegen erhöht beispielsweise die Grünstands- und Kantenfestigkeit oder den Risswiderstand. Für den Entwässerungsspezialisten Hauraton ist vor allem Letzteres von großer Bedeutung: Denn je höher der Risswiderstand, desto robuster und langlebiger ist das Produkt. Das ist gerade für Bauteile besonders wichtig, die erheblichen dynamischen Beanspruchungen ausgesetzt sind. Dies ist etwa bei Entwässerungsrinnen der Fall, die zum Teil mit hohen Geschwindigkeiten von Fahrzeugen befahren oder regelmäßig durch Schwerstlasten beansprucht werden. Jetzt hat das Rastätter Unternehmen durch das Beimischen von Basaltfasern nicht nur einen langlebigen Baustoff kreiert, sondern auch ein zu 100 Prozent natürlichen, sagen die Badener. Die Basis, Basaltgestein, ist in großen Mengen verfügbar und bildet sich täglich neu. Wird das Basaltgestein verflüssigt, können verschiedenartige Fasern daraus hergestellt werden. Im Zusammenspiel mit Beton würden sowohl die Gebrauchstauglichkeit als auch die Nutzungsdauer der Produkte erhöht. Für die Entwässerungssysteme, die aus faserbewehrtem Beton hergestellt werden, brächte der Einsatz von Basaltfasern nun viele Vorteile.

Die Eigenschaften von Basaltfasern: Sie halten Temperaturen von bis zu 800°C stand, sind hochfest, flexibel, ungiftig, nicht krebserregend, alkalibeständig nach EN 14649 und ASTM C1666/C1666M und UV-stabil. So werden Anwendungen möglich, für die andere Fasern nicht eingesetzt werden können oder zu kostenintensiv sind.
Vergleicht man die Effekte bei der Zugabe von Basalt mit den bisher verwendeten Fasern, so wird deutlich: Die Basaltfasern machen die Betonfertigteile formstabiler und erhöhen die Qualität. Die Dauerhaftigkeit des Rinnenwerkstoffes wird verbessert, da die Abwitterung der Oberflächen im Vergleich zu bisher im Einsatz befindlichen Betonen stark verzögert wird. Entwässerungssysteme aus basaltfaserbewehrtem Beton können so erheblich länger im Einsatz bleiben als heute schon. Gleichzeitig erhöht sich die Schlagzähigkeit deutlich. Dies geht einher mit einer reduzierten Rissbildung. Sowohl die Anzahl als auch die Rissbreite werden verringert.
Im Unterschied zur Glasfaser verfügt die Basaltfaser über eine höhere Schmelztemperatur, eine bessere Wasser-, Säure- und Laugenbeständigkeit sowie über positivere Zug- und Biegeeigenschaften.

 

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