Weltec
Fachforum Gülle- und Gärrestaufbereitung

23.11.2018 Über 130 Gäste kamen auf Einladung von Weltec Biopower, um sich über die Aufbereitung von Wirtschaftsdüngern sowie die relevanten Genehmigungsvorschriften zu informieren.

V.l.n.r.: Jens Flerlage (Weltec Biopower), Christine Gärke (Agrargütervermittlung), Denny Jonies (Ingenieurbüro Bau-Anlagen-Umwelttechnik SHN GmbH, Chemnitz), Jens Albartus (Weltec Biopower) auf dem Fachforum „Gülle- und Gärresteaufbereitung“.
© Foto: Weltec Biopower
V.l.n.r.: Jens Flerlage (Weltec Biopower), Christine Gärke (Agrargütervermittlung), Denny Jonies (Ingenieurbüro Bau-Anlagen-Umwelttechnik SHN GmbH, Chemnitz), Jens Albartus (Weltec Biopower) auf dem Fachforum „Gülle- und Gärresteaufbereitung“.

Die Nährstoffthematik ist nicht zuletzt durch die neue Düngeverordnung einer der limitierenden Faktoren in der Landwirtschaft. Daher werden technische Lösungen benötigt, um die Nährstoffe wirtschaftlich aufzubereiten und andernorts etwa als Dünger oder Kompost zu verwenden. In Niedersachsen fallen jährlich rund 59 Millionen Tonnen Tierdung und Gärreste an, die als Dünger einen wichtigen Beitrag zum Ackerbau leisten. Dennoch müssen Überschussnährstoffe aus den Veredelungsregionen gebracht werden. Aufgrund der neuen Düngeverordnung muss der Exportanteil noch erhöht werden, machte Jens Albartus, Geschäftsführer der Weltec Biopower, in seiner Begrüßungsrede deutlich.

Um diese Logistik möglichst umweltschonend und kostengünstig zu gestalten, ist die Veredelung von Gülle und Gärresten notwendig. Eine Lösung, wie die Aufbereitung gelingen kann, stellte Jens Flerlage von Weltec vor. Mit der Kumac Gülle- und Gärrestaufbereitung wird der Wirtschaftsdünger in einem mehrstufigen Verfahren effizient zu 55 Prozent Klarwasser, 25 Prozent nährstoffreichen Feststoffen und 20 Prozent flüssigen Nährstoffkonzentrat verarbeitet. Das Güllevolumen wird mit dem Kumac System um über die Hälfte reduziert. Flerlage hob dabei hervor, dass die Technik bereits seit 2007 an 15 Standorten in den Niederlanden und Belgien erfolgreich funktioniert. 2019 wird im sächsischen Vogtland die erste Kumac-Anlage in Deutschland in Betrieb gehen.

Projektideen in Niedersachsen

Aber auch in Niedersachsen gibt es Projekt-Ideen zur Kumac Gülleaufbereitung. Christine Gärke von der Agrargütervermittlung präsentierte ihr Vorhaben im Landkreis Osnabrück. Geplant ist eine Kumac Aufbereitungsanlage mit vorgeschalteter Biogasanlage und Mikroalgenproduktion. Im Februar 2018 hat Gärke ihre Pläne erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und danach eine Kooperationsgesellschaft gegründet. In ihrem Vortrag beim Fachforum gab sie hilfreiche Tipps, wie sich eine Gülleaufbereitung als Gemeinschaftsprojekt realisieren lässt und worauf bei der Gesellschaftsgründung geachtet werden muss.

Denny Jonies vom Ingenieurbüro Bau-Anlagen-Umwelttechnik SHN aus Chemnitz stellte die Durchführung eines Genehmigungsverfahrens für eine Aufbereitungsanlage dar. Am konkreten Projekt der Kumac Aufbereitung im Vogtland erklärte er, welche Besonderheiten bei der Standortwahl, der Wassereinleitung und beim Thema Emissionen zu beachten sind.

www.weltec-biopower.de
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