Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Hitze erfordert sparsamen Umgang mit Wasser

22.09.2020 Die Hitzewelle im August hat den Wasserverbrauch in Niedersachsen, Hessen oder Baden-Württemberg aber auch andernorts in die Höhe schnellen lassen. So häufen sich Meldungen, die auf Wasserknappheit bis hin zum Wassernotstand hinweisen und zum Wassersparen auffordern. In Bayern dagegen ist keine kritische Trinkwassersituation bekannt.

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Trockenheit und hoher Wasserverbrauch führen im August in einigen Gemeinden Deutschlands zu Engpässen bei der Trinkwasserversorgung. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte kürzlich in München: "Wasser ist Leben. Wir alle brauchen täglich sauberes Trinkwasser. Die zuverlässige Versorgung der Bevölkerung mit Wasser hat oberste Priorität. Akute Notlagen wie beispielsweise in Niedersachsen wollen wir in Bayern unbedingt vermeiden. Die gute Nachricht: Aktuell ist keine kritische Trinkwasser-Situation in Bayern bekannt. Doch eines ist klar: Hitze und Trockenheit nehmen auch in Bayern zu. Der Klimawandel ist da. Deshalb ist auch jeder Einzelne aufgerufen, Wasser sparsam zu gebrauchen. Jeder sollte sorgsam mit der kostbaren Ressource Wasser umgehen. Trinkwasser ist in Bayern von hervorragender Qualität. Wir tun alles dafür, dass das so bleibt. Mit der Bayerischen Wasserstrategie machen wir die Wasserversorgung fit für die Zukunft. Die Nutzung des Grundwassers als Trinkwasser für die Menschen hat dabei immer Vorrang."

Die Niedrigwassersituation im Grundwasser ist in Bayern südlich der Donau und im Osten des Landes entspannt – insbesondere in den sich schnell regenerierenden Grundwasservorkommen. In Franken und Nordschwaben hatten sich die Grundwasserstände aufgrund der ergiebigen Niederschläge im Februar zunächst erholt. Seit Mitte April sind erneut Trockenheit und fallende Grundwasserstände festzustellen. Der Corona-Lockdown und der Umstand, dass viele Menschen heuer auf eine Reise verzichten, wird den diesjährigen Wasserverbrauch in den bayerischen Haushalten womöglich etwas steigern. Konkrete Auswirkungen auf den Wasserverbrauch in Bayern sind bisher nicht bekannt.

Trinkwasserversorgung aus Grundwasser und über Fernwasserverbünde gesichert

Trinkwasser wird in Bayern hauptsächlich aus Grundwasser gewonnen. Bayern hat bereits vorgesorgt, so dass regional niedrige Grundwasserstände nicht die öffentliche Wasserversorgung gefährden: Leistungsfähige Fernwasserverbünde tragen in den Regionen Frankens, Ostbayerns und des Allgäus auch in Phasen längerer Trockenheit maßgeblich zur Versorgungssicherheit bei. Eine zentrale Säule der Bayerischen Wasserstrategie ist die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung auf Basis regionaler Wasserversorgungsbilanzen und der Förderung von Verbundleitungen zwischen den Wasserversorgungsgebieten. Aktuell ist die Förderung von über 300 Kilometer Verbundleitungen bewilligt. Das entspricht Zuwendungen von mehr als 35 Mio. €.

Die Fortschreibung der Wasserversorgungsbilanzen mit einem Prognosehorizont bis 2035 läuft in Kürze an, unter Berücksichtigung aktueller Erkenntnisse der Auswirkungen des Klimawandels und der Grundwasserneubildung. Dafür investiert das Umweltministerium rund 5 Mio. €. Für die Umsetzung der Bayerischen Wasserstrategie will Bayern in den kommenden zwei Jahren insgesamt 50 Mio. €einsetzen.

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