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Wasserkraft: Transformation heißt die Devise

11.03.2021 Ein neuer Bericht des WWF stellt einen dreistufigen Ansatz vor, mit dem die negativen Auswirkungen der bestehenden Wasserkraftwerke in Europa auf Süßwasserarten und Lebensräume minimiert werden können.

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Laut WWF sind Barrieren in Fließgewässern eine Hauptursache für den alarmierenden Verlust „vergessener“ Süßwasserfische und den Rückgang von 93 % der europäischen wandernden Süßwasserfischpopulationen wie Lachs oder Aal seit 1970. Um die Auswirkungen auf die Süßwasser-Ökosysteme zu minimieren, müsse der europäische Wasserkraftsektor substanzielle Maßnahmen ergreifen - drei davon werden in dem neuen WWF-Bericht „Hydropower in Europe: Transformation - not Development“ beschrieben. Der erste Schritt besteht darin, den weiteren Ausbau der Wasserkraft in Europa zu stoppen, wie es mehr als 150 Nichtregierungsorganisationen (darunter der Deutsche Naturschutzring, DNR) in einem im Oktober 2020 veröffentlichten Manifest gefordert haben. Der zweite Schritt, der den bestehenden Wasserkraftpark in Europa betrifft, konzentriert sich auf die Milderung der Umweltauswirkungen der über 21.000 bestehenden Anlagen. Der dritte Schritt unterstreicht die Notwendigkeit, die natürlichen Funktionen der Flüsse wiederherzustellen. Eine solche Umwandlung könnte laut WWF durch verschiedene wirtschaftliche und rechtliche Anreize erreicht werden.

WWF-Bericht: Hydropower in Europe: Transformation - not Development. https://bit.ly/3bxtscT

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