IWAO
Verpacktes Trinkwasser als Soforthilfe für Sulawesi

11.10.2018 Nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami auf der Insel Sulawesi unterstützt die Heidelberger Hilfsorganisation ‚International Water Aid Organization’ (IWAO) die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser in Flaschen und sucht noch Spender.

Übergeordnetes Ziel der IWAO ist, Menschen nach Katastrophen schnell mit hygienisch einwandfreiem Wasser zu versorgen. Dadurch bewahrt die IWAO die Notleidende Bevölkerung davor, verunreinigtes Wasser trinken zu müssen und sich nach einer Katastrophe mit Krankheitserregern zu infizieren. Das Bild zeigt die Anlieferung von Chlortabletten nach Haiti.
© Foto: IWAO
Übergeordnetes Ziel der IWAO ist, Menschen nach Katastrophen schnell mit hygienisch einwandfreiem Wasser zu versorgen. Dadurch bewahrt die IWAO die Notleidende Bevölkerung davor, verunreinigtes Wasser trinken zu müssen und sich nach einer Katastrophe mit Krankheitserregern zu infizieren. Das Bild zeigt die Anlieferung von Chlortabletten nach Haiti.

Hierfür stellt die IWAO als Soforthilfe 10.000 Euro zur Verfügung. Der Konstanzer Projektpartner, die Hilfsorganisation ‚Hoffnungszeichen e.V.’, verteilt gemeinsam mit einem lokalen Partner vor Ort Decken, Hygienekits, Planen und vor allem abgepacktes Trinkwasser. Die Hilfsgüter werden aktuell über die Nachbarinsel Kalimantan/Borneo organisiert und von dort mit Kleinflugzeugen in die betroffenen Gebiete (Palu und Donggala) gebracht. Die Hilfe vor Ort wird durch die indonesischen Behörden und dem Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten der Vereinten Nationen koordiniert.

Nach aktuellen Erkenntnissen sind durch das Erdbeben und den nachfolgenden Tsunami mehr als 1.500 Menschen ums Leben gekommen. Es wird befürchtet, dass sich die Zahl der Opfer noch weiter erhöht. Mehr als 70.000 Bewohner sind zurzeit in Notunterkünften und Camps untergebracht, Unzählige werden noch vermisst. Das Ausmaß der Zerstörung ist groß, es gab weitere 200 Nachbeben und durch die aufgeweichten Böden kommt es vielerorts noch immer zu Erdrutschen.

Die IWAO bittet um Spenden für weitere Hilfsmaßnahmen

Nach Schätzungen der UN OCHA und ECHO sind ca. 191.000 Menschen auf Nothilfe angewiesen. Aktuell hat die Versorgung der Bevölkerung mit medizinischer Hilfe, Hygieneartikeln, Nahrungsmitteln und sauberem Trinkwasser oberste Priorität. Neben den als Soforthilfe zur Verfügung gestellten 10.000 Euro bittet die IWAO die Bevölkerung und Firmen dringend um finanzielle Unterstützung für weitere Hilfsmaßnahmen. Die Mitarbeiter der IWAO arbeiten ehrenamtlich, daher kommen Spenden den Menschen uneingeschränkt zugute.

200.000 Chlortabletten sind von der IWAO für den Versand vorbereitet

Besonders nach Naturkatastrophen sind die Menschen bereits geschwächt und in ihrer Gesundheit beeinträchtigt, verunreinigtes Wasser würde die Gefahr einer Ausbreitung von Epidemien unterstützen. Hier kann durch geeignete Maßnahmen – wie z.B. Wasseraufbereitungsanlagen oder Chlortabletten – entgegen gewirkt werden. Im Fall einer steigenden Seuchengefahr oder einem weiter steigenden Bedarf an sauberem Trinkwasser stehen bei der IWAO 200.000 Stück Chlortabletten versandfertig bereit, um sie im Bedarfsfall per Luftfracht unmittelbar in die betroffene Region zu schicken. „Chlortabletten sind eine sichere und einfache Möglichkeit Trinkwasser zu desinfizieren und die Ausbreitung von Krankheitserregern über verunreinigtes Wasser zu verhindern“, erklärt Prof. Dr. Peter M. Kunz, Präsident der IWAO. „Mit nur einer Chlortablette lassen sich zehn Liter Wasser desinfizieren. Die bereit stehenden 200.000 Chlortabletten reichen aus um 20.000 Menschen zehn Tage lang mit hygienisch unbedenklichem, trinkbarem Wasser zu versorgen“.
Durch Tsunamis unbrauchbar gewordene küstennahe Brunnen können mit entsprechendem Fachwissen durch Abpumpen des Salzwassers wieder hergestellt werden. Gerne stellt die IWAO ihre Erfahrungen aus dem Einsatz auf Sri-Lanka 2005 den vor Ort tätigen Hilfsorganisationen zur Verfügung, um die Trinkwasserversorgung der Küstenbewohner nachhaltig wieder zu sichern.
Die IWAO hat in der Vergangenheit bereits in vielen Fällen – z.B. bei dem Erdbeben in Haiti oder der Überschwemmung in Pakistan - schnelle Hilfe zur Notversorgung mit Trinkwasser geleistet. Besonders oft kamen hierbei die beschriebenen Chlortabletten zum Einsatz. Die Anzahl der bis heute verschickten Tabletten beträgt mehrere Millionen.

Helfen Sie jetzt! Das Spendenkonto:

Trinkwasserhilfe für Katastrophenopfer

International Water Aid Organization (IWAO) Sparkasse Heidelberg

IBAN: DE06 6725 0020 0009 0720 20 BIC: SOLADES1HDB

 

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