Spree und Schwarze Elster
Extremsituation – Niedrigwasser hält an

06.08.2019 Die Lage in den beiden Flussgebieten Spree und Schwarze Elster ist nach wie vor ernst. Die Wasserabflüsse in Spree und Schwarze Elster sind weiter zurückgegangen. Bereits seit Wochen liegen diese im Niedrigwasserbereich.

In den ostdeutschen Flüssen Spree und Schwarze Elster wird das Wasser knapp. Maßnahmen zur Reduzierung des Wasserverbrauchs sind dringend geboten.
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In den ostdeutschen Flüssen Spree und Schwarze Elster wird das Wasser knapp. Maßnahmen zur Reduzierung des Wasserverbrauchs sind dringend geboten.

Flussbett teilweise ausgetrocknet

Am 30. Juli wurde in der Spree in Brandenburg am Unterpegel Leibsch ein Abfluss von 0,14 m³/s gemessen. Der mittlere Abfluss für diesen Pegel liegt im Juli normalerweise bei 11,8 m³/s, also um ein Vielfaches höher. Unverändert leidet die Schwarze Elster unter der Trockenheit. Nach wie vor ist sie oberhalb der Stadt Senftenberg über mehrere Kilometer komplett ausgetrocknet. Der Abfluss am Pegel Biehlen, unterhalb von Senftenberg, betrug am 30. Juli nur 0,387 m³/s und blieb damit deutlich unter dem langjährigen Mittel.

Gestützt werden die Abflüsse und Wasserstände in den Fließgewässern weiterhin durch Wasserabgaben aus den Talsperren und Wasserspeichern in Sachsen und Brandenburg. So wurden aus den sächsischen Talsperren Bautzen und Quitzdorf in diesem Jahr bereits 11 Millionen Kubikmeter Wasser abgegeben. Die wichtigsten Wasserspeicher in Brandenburg sind für die Spree: die Talsperre Spremberg; und für die Schwarze Elster das Speicherbecken Niemtsch bei Senftenberg. Wie ausgetrocknet weite Teile des Landes sind, zeigt auch die heutige Auswertung der Abflussdaten der Regionen, in denen gestern Starkniederschlagsereignisse aufgezeichnet wurden: In den Pegelverläufen der größeren Fließgewässer bildeten sich die Niederschläge kaum ab.

Einschränkungen zur Reduzierung des Wasserverbrauchs

Wasser sparen ist und bleibt das Gebot der Stunde. Daher werden die Talsperren und Speicher in Sachsen und Brandenburg weiterhin Ressourcen schonend bewirtschaftet und bleiben Einschränkungen zur Reduzierung des Wasserverbrauchs, z. B. das Verbot der Entnahme von Wasser aus Flüssen und Seen mittels Pumpen, bestehen. Im wöchentlichen Turnus informiert das Landesamt für Umwelt (LfU) in den hydrologischen Wochenberichten über die hydrologische Situation im Land Brandenburg. Dazu werden Niederschlagswerte, Wasserstände und Abflüsse an Fließgewässern, Speicherinhalte sowie Grundwasserstände den langjährigen Vergleichswerten gegenübergestellt.

Die nächste Beratung der Arbeitsgruppe findet in zwei Wochen am 12. August in Cottbus statt. In der länderübergreifenden Arbeitsgruppe sind die zuständigen Wasserbehörden der Länder Berlin, Brandenburg und Sachsen sowie die Bergbauunternehmen vertreten.

http://www.luis.brandenburg.de/w/wochenberichte/W7100038

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