Emschergenossenschaft / Lippeverband
Zurück in die saubere Emscher-Zukunft

25.08.2021 Die Emschergenossenschaft hat in Oberhausen gemeinsam mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet Deutschlands größtes Schmutzwasserpumpwerk und damit den gesamten unterirdischen Abwasserkanal Emscher in Betrieb genommen. Das Finale des Emscher-Umbaus ist somit eingeläutet – bis Ende des Jahres wird die Emscher komplett vom Abwasser befreit sein!

EG-Ratsvorsitzender Dr. Frank Dudda, der Vorstandsvorsitzende der Emschergenossenschaft, Prof. Dr. Uli Paetzel, Dorothee Feller, Regierungspräsidentin von Münster, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Daniel Schranz, Oberbürgermeister der Stadt Oberhausen, Bodo Klimpel, Ratsvorsitzender des Lippeverbandes und der Technische Vorstand der Emschergenossenschaft, Dr. Emanuel Grün, haben das Pumpwerk mit dem Handrad in Betrieb genommen.
© Foto: Kirsten Neumann/EGLV
EG-Ratsvorsitzender Dr. Frank Dudda, der Vorstandsvorsitzende der Emschergenossenschaft, Prof. Dr. Uli Paetzel, Dorothee Feller, Regierungspräsidentin von Münster, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Daniel Schranz, Oberbürgermeister der Stadt Oberhausen, Bodo Klimpel, Ratsvorsitzender des Lippeverbandes und der Technische Vorstand der Emschergenossenschaft, Dr. Emanuel Grün, haben das Pumpwerk mit dem Handrad in Betrieb genommen.

Der Emscher-Umbau ist ein weltweit beachtetes Infrastrukturprojekt, das die enorme Leistungs- und Innovationsfähigkeit Nordrhein-Westfalens einmal mehr unter Beweis stellt. Umwelt- und Naturschutz, Städtebau und Klimafolgenanpassung gehen bei diesem Projekt Hand in Hand. Der Emscher-Umbau zeigt aber auch das enorme Potenzial auf, das im Ruhrgebiet steckt: Eine Region, die einen über 150 Jahre lang als Kloake genutzten Fluss inmitten des drittgrößten Ballungsraumes Europas von seiner Abwasserlast befreien kann, kann noch mehr. Der Abschluss dieses größten Infrastruktur- und Renaturierungsprojekts der Region ist ein Meilenstein für den langfristigen Wandel im Revier. Nordrhein-Westfalen kann auf dieses Projekt wirklich stolz sein", sagte Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, am Freitag, 20. August 2021, in Oberhausen. 
"Die Emscher als offener Schmutzwasserlauf ist bald schon Geschichte, dem zentralen Fluss im Ruhrgebiet steht eine blau-grüne Zukunft bevor. Das Generationenprojekt Emscher-Umbau endet, nicht jedoch die Transformation unserer Region – sie beginnt gerade erst! Herausforderungen gibt es genug", sagte Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft mit Blick auf den laut Wissenschaftlern immer schneller einsetzenden Klimawandel. Die regionale Klimafolgenanpassung, so Paetzel, müsse das nächste große Projekt nach dem Emscher-Umbau sein. "An Erkenntnissen mangelt es nicht. Ereignisse wie das Juli-Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind Mahnung genug, dass es Zeit wird, nun noch entschlossener und gemeinsam zu handeln."

Impulsgeber für die regionale Klimafolgenanpassung
Bereits in den vergangenen rund 20 Jahren hat der wasserwirtschaftliche Emscher-Umbau großen Einfluss auf die Anpassung der Region an die Folgen des Klimawandels gehabt. Bereits zu Beginn des Jahrtausends mahnte die Emschergenossenschaft einen nachhaltigen Umgang mit Regenwasser an. Einerseits, um Überflutungen nach Starkregenereignissen zu vermeiden – andererseits, um bereits renaturierte Gewässer in Hitzephasen vor dem Austrocknen zu bewahren. Im Fokus des Ruhrkonferenz-Projekts ‚Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft‘ stehen ganz aktuell Maßnahmen, die alle dem Ziel dienen, bis 2040 mindestens 25 Prozent der befestigten Flächen vom Kanalnetz abzukoppeln und den Verdunstungsgrad bis 2040 um zehn Prozent in der Region zu erhöhen. Damit setzt die Emschergenossenschaft fort, was bereits seit 2004 erfolgreich mit Kooperationen wie der "Zukunftsvereinbarung Regenwasser" sowie der Zukunftsinitiative "Wasser in der Stadt von morgen" begonnen wurde – auch hier arbeiteten das Land NRW, die Kommunen sowie die Emschergenossenschaft zusammen.

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