BTU und Cottbus Wasser-Cluster-Lausitz e. V.
1. Wasserkonferenz Lausitz an der Brandenburgischen Technischen Universität

23.02.2021 Anlässlich des Weltwassertages findet am 12. März 2021 an der BTU Cottbus-Senftenberg in Cottbus die erste Wasserkonferenz Lausitz statt.

Bergbau und Klimawandel: Seit 2019 wird der künftige Ostsee (im Hintergrund das Kraftwerk Jänschwalde), der aus dem ehemaligen Braunkohletagebau Cottbus-Nord entsteht, mit Wasser geflutet. Dessen Flutung musste in den letzten Jahren aufgrund der Trockenheit und dem geringen Wasserdargebot mehrfach ausgesetzt werden.
© Foto: Andritschke
Bergbau und Klimawandel: Seit 2019 wird der künftige Ostsee (im Hintergrund das Kraftwerk Jänschwalde), der aus dem ehemaligen Braunkohletagebau Cottbus-Nord entsteht, mit Wasser geflutet. Dessen Flutung musste in den letzten Jahren aufgrund der Trockenheit und dem geringen Wasserdargebot mehrfach ausgesetzt werden.

An der ersten länderübergreifenden Wasserkonferenz Lausitz „Bergbau-Wasser-Klima“ nehmen hochrangige Vertreter der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der drei Bundesländer Sachsen, Brandenburg und Berlin teil und diskutieren mit einem breiten Fachpublikum. Mit dabei sind die Umweltminister von Sachsen und Brandenburg Wolfram Günther und Axel Vogel sowie die Berliner Umweltsenatorin Regine Günther.

Lösungen für wasserwirtschaftliche Herausforderungen gesucht

Im Zeitraum nach 1990 konnten durch Wassereinleitungen des aktiven Braunkohlebergbaus die Wassermengen und deren Verteilung noch großflächig gesteuert werden. Sie wurden oft an den Bedarfen orientiert geregelt, beispielsweise in der Flussgebietsbewirtschaftung oder der Flutung der Tagebauseen. Mit dem definitiven Kohleausstieg werden nunmehr wasserwirtschaftliche Herausforderungen für die Lausitz relevant, die mit rückläufigen Wassermengen in Flüssen einhergehen werden. Von dieser Niedrigwasser-Entwicklung wird nicht nur die Lausitzer Region betroffen sein. Die Wirkungen werden bis in die Metropolregion Berlin-Brandenburg spürbar werden und dies über einen langen Zeitraum.

Das Programm wird aus drei Themenblöcken bestehen:

  • Bergbau: Zusammenhänge zwischen Braunkohle- und Sanierungsbergbau und dem regionalen Wasserhaushalt
  • Wasser: Wasserhaus­halt und bergbaubedingte Stoffbelastungen in Schwarzer Elster und Spree sowie sich daraus ergebende Handlungsoptionen
  • Klima: Klimaentwicklung, Auswirkungen auf Wasserhaushalt und Naturschutz

Die Konferenz und die Initiativen des Wasser-Cluster-Lausitz e. V. sollen das umfangreiche Wissen und die Erfahrungen von Landeswasserbehörden, Bergverwaltungen und den Bergbauunternehmen LEAG und LMBV bündeln und für die Zukunft nachhaltig nutzbar machen.

Die Hybridveranstaltung wird gemeinsam von der BTU und dem Wasser-Cluster-Lausitz e. V. organisiert und durch das Land Brandenburg unterstützt. Das Interesse am Thema ist groß. Bisher liegen rund 230 Anmeldungen aus den Bereichen Politik, Kommunen, Wirtschaft und Behörden vor. Nur eine begrenzte Teilnehmerzahl wird aufgrund der bestehenden Pandemiebeschränkungen im Audimax am Zentralcampus in Cottbus teilnehmen können, während der Großteil des Fachpublikums via Livestream die Veranstaltung verfolgen kann.

Anmeldungen für die Online-Teilnahme sind noch bis zum 28. Februar 2021 möglich. Anmeldungen sind zu richten an:
wassertag2021@wasser-cluster-lausitz.de

https://www.b-tu.de/news/artikel/17987-default-74a80548f3

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