Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG)
Reserven sind deutlich gesunken

04.06.2018 Die heimischen Erdgasreserven nehmen in den letzten zehn Jahren deutlich ab – wie auch die Erdölreserven.

Die heimischen Erdgasreserven sind seit Januar 2008 innerhalb von 10 Jahren von 218,4 Mrd. Kubikmeter um etwa 71 % auf 63,1 Mrd. Kubikmeter gesunken. Die Erdölreserven schrumpften im selben Zeitraum um circa 23 % von 36,9 Mio. auf 28,3 Mio. Tonnen. Ursache der Abnahme ist die zunehmende Erschöpfung bekannter Vorkommen und der Mangel an nennenswerten Neufunden. Das zeigt der Vergleich der Reservenberichte des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) der vergangenen Jahre.
Den jüngsten Bericht „Erdöl- und Erdgasreserven in der Bundesrepublik Deutschland am 1. Januar 2018“ hat das LBEG jetzt veröffentlicht. Danach ist der Anteil der heimischen Erdgasproduktion am Verbrauch in Deutschland auf 7 % gesunken, der Anteil der heimischen Erdölproduktion auf nunmehr 2 %.
Die geschätzten Rohgasreserven der deutschen Gaslagerstätten lagen am Stichtag 1.1.2018 bei 63,1 Mrd. Kubikmeter. Damit sanken sie gegenüber dem Vorjahr um 7 Mrd. Kubikmeter (10 %). Die mit Abstand größten Rohgasreserven Deutschlands lagern mit 62,2 Mrd. Kubikmetern in Niedersachsen, das sind 98,5 % der deutschen Rohgasreserven. Regional liegen die größten Rohgasreserven mit 31,6 Mrd. Kubikmetern im Gebiet Weser-Ems, dicht gefolgt vom Raum Elbe-Weser mit 30,3 Mrd. Kubikmetern.
Ebenfalls sank die Rohgasproduktion Deutschlands gegenüber dem Vorjahr um 8,6 % auf nunmehr 7,9 Mrd. Kubikmeter. So blieb auch die Rohgasproduktion im förderstärksten Land Niedersachsen im vergangenen Jahr mit 7,4 Mrd. Kubikmetern um 8,3 %-hinter dem Vorjahr zurück. Auch im Bereich der Förderung lag der Bereich Weser-Ems mit 4,3 Mrd. Kubikmetern knapp vor dem Gebiet Elbe-Weser mit 3,8 Mrd. Kubikmetern.
Die geschätzten Erdölreserven lagen am Stichtag 1.1.2018 bei 28,3 Mio. Tonnen. Damit sanken sie gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Mio. Tonnen oder 11,1 %. Über die größten Erdölreserven deutschlandweit verfügt nach wie vor Schleswig-Holstein mit 13,6 Mio. Tonnen (2016: 16,1 Mio. Tonnen). Das entspricht mehr als 48 % der deutschen Erdölreserven. Niedersachsen hingegen steigerte die Reserven in den Regionen westlich der Ems und zwischen Weser und Ems auf 7,5 Mio. Tonnen und steht insgesamt auf Platz zwei (26,4 % der deutschen Reserven). Rheinland-Pfalz mit 6,2 Mio. Tonnen auf Platz drei (22,2 % der deutschen Reserven).
Die Erdölproduktion im vergangenen Jahr sank um rund 140.000 Tonnen (-5,8 %) auf 2,22 Mio. Tonnen. Schleswig-Holstein war auch bei der Gesamtförderung mit 55,6 % Spitzenreiter, Niedersachsen folgte mit 35,5 %. Rheinland-Pfalz lag mit 5,7 % auf Platz 3.

www.lbeg.niedersachsen.de

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